Ein Hochbeet Lärchenholz ist eine langlebige und natürliche Wahl für den Garten, da das Holz der Lärche durch seine natürlichen Harze ohne chemische Behandlung witterungsbeständig ist. Dies ermöglicht eine Lebensdauer von Jahrzehnten. Im Folgenden wird der Bau eines solchen Hochbeets erläutert, von der Materialauswahl bis zur richtigen Befüllung.

Die Vorteile eines Hochbeets aus Lärchenholz
Ein Hochbeet aus Lärchenholz bietet zahlreiche Vorteile. Neben der langen Haltbarkeit und der natürlichen Optik bietet es auch eine ergonomische Arbeitshöhe, die das Gärtnern rückenschonender macht. Die Verrottungsprozesse im Inneren des Beets erzeugen Wärme, die das Pflanzenwachstum fördert und die Anbausaison verlängert.
Das ist passiert
- Lärche ist ein ideales Holz für den Gartenbau, da es durch natürliche Harze witterungsbeständig ist.
- Ein Hochbeet aus Lärchenholz kann bei richtiger Bauweise und Pflege Jahrzehnte halten.
- Die richtige Befüllung des Hochbeets mit verschiedenen organischen Materialien erzeugt Wärme und fördert das Pflanzenwachstum.
- Edelstahlschrauben sind essenziell, um Korrosion durch die Gerbsäure im Lärchenholz zu verhindern.
Was ist bei der Materialauswahl für ein Hochbeet aus Lärchenholz zu beachten?
Bei der Materialauswahl für ein Hochbeet aus Lärchenholz sollte besonderes Augenmerk auf die Qualität des Holzes gelegt werden. Achten Sie auf astarmes, gut abgelagertes Lärchenholz, um Verformungen und Rissbildungen zu minimieren. Die Stärke der Bretter sollte mindestens 2,5 cm betragen, um Stabilität zu gewährleisten. Für die Eckpfosten sind Kanthölzer mit einer Stärke von mindestens 7×7 cm empfehlenswert. (Lesen Sie auch: Terrasse aus Holz selber bauen – Planung…)
Die richtige Dimensionierung und Materialliste
Für ein Hochbeet mit den Maßen 120x80x75 cm benötigen Sie folgende Materialien:
- 8 Lärchenbretter (120x20x2,5 cm)
- 8 Lärchenbretter (80x20x2,5 cm)
- 4 Kanthölzer (75x7x7 cm) als Eckpfosten
- Edelstahlschrauben 5x60mm (ca. 100 Stück)
- Noppenfolie (ca. 3 m²)
- Hasendraht (ca. 1,5 m²)
Es ist ratsam, etwas mehr Material einzuplanen, um eventuelle Verschnitte oder Fehler auszugleichen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Hochbeets aus Lärchenholz
Der Bau eines Hochbeets aus Lärchenholz ist mit etwas handwerklichem Geschick gut zu bewerkstelligen. Hier ist eine detaillierte Anleitung:
- Vorbereitung: Sägen Sie die Lärchenbretter und Kanthölzer auf die benötigten Maße zu. Schleifen Sie die Kanten, um Verletzungen zu vermeiden.
- Eckpfosten setzen: Stellen Sie die Kanthölzer als Eckpfosten auf und fixieren Sie sie provisorisch.
- Erste Brettlage verschrauben: Verschrauben Sie die erste Lage Bretter mit den Eckpfosten. Achten Sie auf einen rechten Winkel.
- Schichtweise Aufbau: Arbeiten Sie sich schichtweise nach oben, indem Sie die weiteren Bretter an den Eckpfosten verschrauben.
- Innenverkleidung mit Noppenfolie: Kleiden Sie die Innenseiten des Hochbeets mit Noppenfolie aus, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Befestigen Sie die Folie mit einigen Schrauben oder Klammern.
- Wühlmausschutz: Legen Sie Hasendraht am Boden des Hochbeets aus, um Wühlmäuse fernzuhalten.
Verwenden Sie eine Wasserwaage, um sicherzustellen, dass das Hochbeet gerade steht. Unebenheiten können später zu Problemen bei der Bewässerung und Bepflanzung führen.
Die richtige Befüllung für ein gesundes Pflanzenwachstum
Die richtige Befüllung des Hochbeets ist entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum. Sie besteht aus mehreren Schichten:
- Untere Schicht: Grobe Äste und Strauchschnitt bilden die unterste Schicht. Sie sorgen für eine gute Belüftung und Drainage.
- Mittlere Schicht: Rasenschnitt, Laub und halbfertiger Kompost bilden die mittlere Schicht. Diese Schicht zersetzt sich langsam und gibt Nährstoffe ab.
- Obere Schicht: 20-30 cm gute Pflanzerde bilden die oberste Schicht. Sie bietet den Pflanzen den nötigen Halt und Nährstoffe für ein gesundes Wachstum.
Die Verrottung der organischen Materialien erzeugt Wärme, die das Pflanzenwachstum fördert und die Anbausaison verlängert. Laut dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. sollte die Befüllung jährlich überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

Worauf ist bei der Pflege eines Hochbeets aus Lärchenholz zu achten?
Ein Hochbeet aus Lärchenholz ist relativ pflegeleicht. Achten Sie darauf, das Holz regelmäßig zu reinigen und von Moos und Algen zu befreien. Eine Behandlung mit Leinöl kann die Lebensdauer des Holzes zusätzlich verlängern. Kontrollieren Sie regelmäßig die Schrauben und ziehen Sie sie gegebenenfalls nach. Die Noppenfolie sollte alle paar Jahre ausgetauscht werden, um das Holz optimal vor Feuchtigkeit zu schützen.
Die Verwendung von Edelstahlschrauben ist unerlässlich, da normale Schrauben durch die Gerbsäure im Lärchenholz innerhalb kurzer Zeit korrodieren. Dies kann die Stabilität des Hochbeets gefährden. Testberichte zeigen, dass hochwertige Edelstahlschrauben eine lange Lebensdauer gewährleisten.
Achten Sie darauf, bei der Befüllung des Hochbeets keine kranken Pflanzen oder Pflanzenteile zu verwenden, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.
Alternativen zu Lärchenholz für den Hochbeetbau
Obwohl Lärchenholz eine ausgezeichnete Wahl für den Hochbeetbau ist, gibt es auch andere Holzarten, die in Frage kommen. Douglasie, Eiche und Robinie sind ebenfalls witterungsbeständig und langlebig. Allerdings sind diese Hölzer oft teurer als Lärche. Kunststoffe oder Metall sind weitere Alternativen, die jedoch nicht die natürliche Optik von Holz bieten. Laut einem Bericht von NABU ist Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft die ökologischste Wahl.
Fazit
Ein Hochbeet Lärchenholz ist eine Investition in die Zukunft Ihres Gartens. Mit der richtigen Planung, Materialauswahl und Bauweise können Sie ein langlebiges und ästhetisch ansprechendes Hochbeet schaffen, das Ihnen viele Jahre Freude bereiten wird. Die natürliche Witterungsbeständigkeit des Lärchenholzes und die Wärmeentwicklung durch die organische Befüllung schaffen optimale Bedingungen für ein gesundes Pflanzenwachstum.





