Laminat Verlegen ist eine beliebte Option für Hausbesitzer, die ihren Wohnraum optisch aufwerten möchten. Mit etwas Vorbereitung und den richtigen Werkzeugen kann man Laminat selbst verlegen und so Kosten sparen. Das Ergebnis ist ein strapazierfähiger und pflegeleichter Bodenbelag, der viele Jahre Freude bereitet.

Zusammenfassung
- Korrekte Vorbereitung des Untergrunds ist entscheidend.
- Die Wahl der richtigen Trittschalldämmung beeinflusst die Raumakustik.
- Akklimatisierung des Laminats vor der Verlegung verhindert spätere Verformungen.
- Dehnungsfugen sind notwendig, um Bewegungen des Laminats zu ermöglichen.
Was ist bei der Vorbereitung des Untergrunds zu beachten?
Vor dem Laminat verlegen muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Er muss eben, trocken und sauber sein. Unebenheiten von mehr als 3 mm pro Meter sollten mit Ausgleichsmasse beseitigt werden. Eine PE-Folie dient als Dampfsperre, um das Laminat vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen. Diese Folie wird vor der Trittschalldämmung verlegt.
Der Erfolg beim Laminat verlegen hängt maßgeblich von der sorgfältigen Vorbereitung des Untergrunds ab. Ein ebener Untergrund gewährleistet, dass die Laminatpaneele später nicht knarren oder sich verformen. Die Trockenheit des Untergrunds ist ebenso wichtig, da Feuchtigkeit zu Schimmelbildung und Schäden am Laminat führen kann. Die DIN 18365 «Bodenbelagarbeiten» gibt hierzu detaillierte Richtlinien vor.
Die Reinigung des Untergrunds vor dem Laminat verlegen ist ein weiterer wichtiger Schritt. Staub, Schmutz und andere Rückstände können die Haftung der Trittschalldämmung beeinträchtigen und zu Unebenheiten führen. Ein gründliches Staubsaugen oder Wischen ist daher unerlässlich.
Verwenden Sie eine Richtlatte und eine Wasserwaage, um die Ebenheit des Untergrunds zu überprüfen. Markieren Sie Unebenheiten, die mit Ausgleichsmasse beseitigt werden müssen.
Welche Rolle spielt die Trittschalldämmung?
Die Trittschalldämmung ist ein wesentlicher Bestandteil beim Laminat verlegen. Sie reduziert Gehgeräusche im Raum und verhindert die Schallübertragung in darunterliegende Räume. Eine 2–3 mm starke Dämmung ist in der Regel ausreichend. Die Bahnen der Trittschalldämmung werden Stoß an Stoß verlegt und mit Klebeband fixiert. Eine Überlappung sollte vermieden werden. (Lesen Sie auch: Wand streichen wie ein Profi – Tipps…)
Die Auswahl der richtigen Trittschalldämmung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Beschaffenheit des Untergrunds, der gewünschten Schalldämmung und dem Budget. Es gibt verschiedene Materialien zur Auswahl, wie zum Beispiel PE-Schaum, Kork oder spezielle Akustikmatten. Eine Beratung im Fachhandel kann bei der Entscheidung helfen.
Eine hochwertige Trittschalldämmung verbessert nicht nur die Raumakustik, sondern auch den Gehkomfort. Sie federt die Schritte ab und sorgt für ein angenehmes Laufgefühl. Zudem schützt sie das Laminat vor Beschädigungen durch Unebenheiten im Untergrund. Informationen zu verschiedenen Trittschalldämmungen finden sich beispielsweise auf Baulinks.de.
Beim Laminat verlegen mit integrierter Trittschalldämmung entfällt dieser Arbeitsschritt. Allerdings sollte auch hier der Untergrund entsprechend vorbereitet werden. Diese Variante ist besonders für Heimwerker geeignet, die Zeit sparen möchten.
Achten Sie darauf, dass die Trittschalldämmung für die Verwendung unter Laminat geeignet ist. Einige Dämmstoffe sind zu weich und können zu Verformungen des Laminats führen.
Wie funktioniert das Verlegen im Klick-System?
Das Laminat verlegen im Klick-System ist relativ einfach und auch für Heimwerker gut machbar. Die erste Reihe wird mit Abstandskeilen (8–10 mm) zur Wand hin gestartet. Die Paneele werden im Winkel angesetzt und eingerastet. Der Versatz zur vorherigen Reihe sollte mindestens 30 cm betragen. Dies sorgt für eine stabile und optisch ansprechende Verlegung.
Das Klick-System ermöglicht eine schwimmende Verlegung, bei der das Laminat nicht mit dem Untergrund verklebt oder verschraubt wird. Dies hat den Vorteil, dass das Laminat sich bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausdehnen und zusammenziehen kann, ohne dass es zu Spannungen oder Verformungen kommt. Die Heimwerker.de bietet eine ausführliche Anleitung zum Thema Laminat verlegen.
Beim Laminat verlegen ist es wichtig, die Paneele sorgfältig auszurichten und fest einzurasten. Ein Gummihammer kann dabei helfen, die Paneele ohne Beschädigung zu verbinden. Achten Sie darauf, dass die Klickverbindungen sauber und lückenlos sind.
Für das Zuschneiden der Laminatpaneele eignen sich eine Stichsäge, eine Kreissäge oder ein Laminatschneider. Achten Sie darauf, saubere und präzise Schnitte zu machen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Welche Fehler sollte man beim Laminat verlegen vermeiden?
Beim Laminat verlegen können einige Fehler auftreten, die das Ergebnis beeinträchtigen. Ein häufiger Fehler ist das Vergessen von Dehnungsfugen. Ohne ausreichenden Abstand zur Wand kann sich das Laminat bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen wölben. Auch eine zu kurze Akklimatisierungszeit des Laminats kann zu Problemen führen. Das Laminat sollte mindestens 48 Stunden im Raum gelagert werden, damit es sich an die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen kann.
Ein weiterer Fehler ist das Nicht-Unterschneiden von Türzargen. Das Laminat sollte unter die Türzargen geschoben werden, um ein sauberes und professionelles Aussehen zu erzielen. Eine Stichsäge oder ein Multifunktionswerkzeug eignet sich gut für diese Aufgabe. Informationen zur korrekten Verlegung von Laminat finden sich auch auf der Seite des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

Das Verlegen von Laminat auf einem unebenen Untergrund ist ebenfalls ein häufiger Fehler. Unebenheiten können zu Knarrgeräuschen und Beschädigungen des Laminats führen. Eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds ist daher unerlässlich.
Beim Laminat verlegen sollte man zudem darauf achten, die Paneele nicht zu beschädigen. Kratzer und Dellen können das Aussehen des Bodens beeinträchtigen. Verwenden Sie beim Verlegen einen Gummihammer und schützen Sie die Oberfläche des Laminats.
Wie pflegt man einen Laminatboden richtig?
Ein Laminatboden ist relativ pflegeleicht. Regelmäßiges Staubsaugen oder Wischen mit einem nebelfeuchten Tuch reicht in der Regel aus, um den Boden sauber zu halten. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel oder Scheuermittel, da diese die Oberfläche des Laminats beschädigen können. Spezielle Laminatreiniger sind im Fachhandel erhältlich.
Vermeiden Sie stehendes Wasser auf dem Laminatboden, da dies zu Aufquellen und Schäden führen kann. Wischen Sie verschüttete Flüssigkeiten sofort auf. Schützen Sie den Laminatboden vor Kratzern, indem Sie Filzgleiter unter Möbelstücke kleben. Weitere Informationen zur Pflege von Laminatböden bietet beispielsweise das Portal Selbst.de.
Bei starker Beanspruchung kann die Oberfläche des Laminats mit der Zeit abgenutzt werden. In diesem Fall kann eine spezielle Laminatversiegelung aufgetragen werden, um den Boden zu schützen und das Aussehen aufzufrischen.
Ein gut gepflegter Laminatboden behält über viele Jahre sein schönes Aussehen und trägt zu einem angenehmen Wohngefühl bei.
Häufig gestellte Fragen
Welche Werkzeuge benötige ich zum Laminat verlegen?
Für das Laminat verlegen benötigen Sie unter anderem eine Stichsäge oder einen Laminatschneider, einen Gummihammer, Abstandskeile, ein Zugeisen, einen Zollstock, einen Bleistift und eventuell eine Schlagklotz. Eine Wasserwaage und eine Richtlatte sind hilfreich zur Überprüfung des Untergrunds.
Wie lange muss Laminat vor dem Verlegen akklimatisieren?
Laminat sollte vor dem Verlegen mindestens 48 Stunden im Raum akklimatisieren, in dem es verlegt werden soll. Dies ermöglicht dem Material, sich an die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit anzupassen und spätere Verformungen zu vermeiden.
Wie groß sollten die Dehnungsfugen beim Laminat verlegen sein?
Die Dehnungsfugen beim Laminat verlegen sollten in der Regel 8–10 mm breit sein. Diese Fugen ermöglichen es dem Laminat, sich bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen auszudehnen und zusammenzuziehen, ohne dass es zu Spannungen kommt.
Kann man Laminat auf Fußbodenheizung verlegen?
Ja, es gibt spezielle Laminatböden, die für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet sind. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellerangaben und verwenden Sie eine geeignete Trittschalldämmung, die den Wärmedurchgang nicht behindert.
Wie reinigt man einen Laminatboden am besten?
Ein Laminatboden wird am besten mit einem Staubsauger oder einem nebelfeuchten Tuch gereinigt. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel oder Scheuermittel, da diese die Oberfläche des Laminats beschädigen können. Spezielle Laminatreiniger sind im Fachhandel erhältlich.
Das Laminat verlegen ist ein Projekt, das mit sorgfältiger Planung und Ausführung zu einem attraktiven und langlebigen Ergebnis führt. Die richtige Vorbereitung des Untergrunds, die Wahl der passenden Trittschalldämmung und die Beachtung der Dehnungsfugen sind entscheidend für ein gelungenes Ergebnis. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man so seinen Wohnraum optisch aufwerten.



