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Waschtisch selber bauen – Bad-Möbel mit Charakter

26. Februar 2026 · Admineasy

Einen Waschtisch selber bauen bietet die Möglichkeit, das Badezimmer mit einem einzigartigen und persönlichen Möbelstück aufzuwerten. Ob aus warmem Holz, modernem Beton oder robusten Bauplatten – ein selbst gebauter Waschtisch spiegelt den persönlichen Stil wider und nutzt den vorhandenen Raum optimal aus. Mit der richtigen Planung und handwerklichem Geschick lässt sich ein funktionales und zugleich ästhetisches Highlight im Bad schaffen.

waschtisch selber bauen – Selbstgebauter Waschtisch aus Holz mit Aufsatzwaschbecken in modernem Badezimmer
Ein selbst gebauter Waschtisch verleiht jedem Badezimmer eine individuelle und warme Note.
Einen Waschtisch selber bauen ermöglicht die Schaffung eines individuellen Möbelstücks, das perfekt auf die eigenen Bedürfnisse und den Stil des Badezimmers abgestimmt ist. Dies kann nicht nur Kosten sparen, sondern auch ein Gefühl der Selbstverwirklichung vermitteln. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes ist die Auswahl schadstoffarmer Bauprodukte wichtig für die Innenraumluftqualität.

Das Wichtigste in Kuerze

  • Individualität & Kostenersparnis: Ein selbst gebauter Waschtisch bietet maßgeschneiderte Lösungen und kann oft günstiger sein als Fertigprodukte.
  • Materialvielfalt: Holz, Beton, Multiplex oder Bauplatten sind beliebte Materialien, die unterschiedliche Ästhetiken und Eigenschaften bieten.
  • Feuchtigkeitsschutz ist entscheidend: Besonders in Feuchträumen muss der Waschtisch adäquat versiegelt und abgedichtet werden, um Langlebigkeit zu gewährleisten.
  • Genaue Planung: Eine detaillierte Skizze und Materialliste sind essenziell für ein erfolgreiches DIY-Projekt.
  • Werkzeuge: Grundlegende Heimwerkerwerkzeuge wie Säge, Bohrmaschine und Messwerkzeuge sind meist ausreichend.

Warum einen Waschtisch selber bauen?

Einen Waschtisch selber bauen ist mehr als nur ein Heimwerkerprojekt; es ist eine Möglichkeit, dem Badezimmer eine persönliche Note zu verleihen und dabei möglicherweise Kosten zu sparen. Die Vorteile reichen von individueller Gestaltung bis hin zur Nachhaltigkeit. Sie können Größe, Form, Material und Farbe präzise auf Ihre Vorstellungen und die Gegebenheiten Ihres Bades abstimmen. Dies ist besonders nützlich, wenn Standardmodelle nicht passen oder nicht den gewünschten Stil treffen.

Darüber hinaus fördert das Selberbauen die Kreativität und das handwerkliche Geschick. Es kann ein erfüllendes Hobby sein, das das Selbstbewusstsein stärkt und zur Reduzierung von Abfall beiträgt, indem Sie beispielsweise Upcycling-Materialien verwenden. Die Kostenersparnis ist ein weiterer relevanter Punkt. Während eine komplette Badsanierung in Deutschland zwischen 900 € und 3.500 € pro Quadratmeter liegen kann, können Sie durch Eigenleistung bei Badmöbeln wie einem Waschtisch erheblich sparen.

Materialwahl für Ihren Waschtisch: Holz, Beton oder Bauplatten?

Die Wahl des Materials bestimmt maßgeblich die Optik, Haptik und Langlebigkeit Ihres selbstgebauten Waschtisches. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften, die es für den Einsatz im Badezimmer geeignet machen.

Waschtisch aus Holz

Holz bringt Wärme und Natürlichkeit ins Bad. Geeignete Holzarten für einen Holzwaschtisch sind beispielsweise Eiche, Teak, Lärche oder Robinie, da sie eine hohe natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit aufweisen. Eine sorgfältige Versiegelung mit Hartwachsöl oder speziellem Bootslack ist jedoch unerlässlich, um das Holz vor Spritzwasser und Feuchtigkeit zu schützen. Auch heimische Hölzer wie Ahorn, Kiefer oder Fichte können, wenn richtig imprägniert, gute Dienste leisten. Achten Sie darauf, dass das Holz nicht dauerhaft im Wasser steht, und sorgen Sie für gute Belüftung.

Waschtisch aus Beton

Betonwaschtische wirken modern und industriell. Sie sind äußerst robust und langlebig. Das Gießen eines Betonwaschtisches erfordert jedoch präzises Arbeiten und spezielle Kenntnisse im Umgang mit Beton. Auch hier ist eine gründliche Versiegelung der Oberfläche notwendig, um sie wasserdicht und fleckenresistent zu machen. Beton kann auch in Kombination mit anderen Materialien wie Holz eine spannende Optik ergeben.

Waschtisch aus Bauplatten

Bauplatten, oft aus Hartschaum oder Porenbeton, sind eine praktische und vielseitige Option. Sie sind leicht, wasserdicht und einfach zu bearbeiten. Nach dem Zuschneiden und Verkleben können sie direkt gefliest, verputzt oder gestrichen werden, um die gewünschte Optik zu erzielen. Dies ermöglicht eine hohe Gestaltungsfreiheit und bietet eine hervorragende Basis für individuelle Fliesenskulpturen im Bad.

Planung und Design Ihres Waschtisches

Eine gründliche Planung ist das A und O, um einen funktionalen und optisch ansprechenden Waschtisch zu bauen. Beginnen Sie mit einer detaillierten Skizze, die alle Maße, die Position des Waschbeckens und der Armatur sowie eventuelle Stauraum-Lösungen berücksichtigt. Überlegen Sie, ob Sie ein Aufsatzwaschbecken oder ein eingelassenes Becken wünschen und passen Sie die Konstruktion entsprechend an. Denken Sie auch an die Anschlüsse für Wasser und Abwasser. Eine genaue Planung hilft, Materialverluste zu vermeiden und einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten.

Benötigte Werkzeuge und Materialien

Für den Bau eines Waschtisches benötigen Sie je nach Materialwahl unterschiedliche Werkzeuge. Grundlegend sind:

  • Säge (Hand-, Stich- oder Kreissäge für Holz/Platten)
  • Bohrmaschine mit passenden Bohrern
  • Messwerkzeuge (Zollstock, Wasserwaage, Bleistift)
  • Schraubzwingen und Schraubendreher
  • Schleifpapier oder Schleifmaschine
  • eventuell Oberfräse für präzise Kanten oder Ausschnitte
  • Sanitärsilikon und Silikonpresse
  • Materialien für die Oberflächenbehandlung (Lack, Öl, Fliesenkleber, Fugenmörtel)
  • Persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille)

Die genaue Materialliste hängt stark von Ihrem Design ab, umfasst aber in der Regel:

  • Gewähltes Material für Korpus und Platte (Holzbretter, Multiplexplatten, Beton, Bauplatten)
  • Waschbecken und Armatur
  • Siphon-Komplettset
  • Schrauben, Dübel, Winkel
  • Abdichtungsmaterialien
Tipp: Viele Baumärkte bieten Holzzuschnitte nach Maß an. Nutzen Sie diesen Service, um präzise Kanten und Maße zu erhalten, besonders wenn Ihnen die entsprechenden Werkzeuge fehlen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Waschtisch bauen

Diese Anleitung bietet eine allgemeine Orientierung. Spezifische Schritte können je nach Material und Design variieren.

Unterkonstruktion erstellen

Beginnen Sie mit dem Bau des Waschtisch-Unterschranks. Sägen Sie die Holzteile oder Bauplatten gemäß Ihrem Bauplan zu. Verbinden Sie die Teile stabil miteinander, beispielsweise durch Schrauben, Dübel oder spezielle Winkel. Achten Sie auf exakte rechte Winkel und eine stabile Verbindung, da der Waschtisch später das Gewicht des Waschbeckens, Wassers und eventueller Utensilien tragen muss. Wenn Sie einen Sideboard selber bauen oder eine Kommode selber bauen können Sie viele dieser Techniken übertragen.

Waschtischplatte anfertigen

Die Waschtischplatte bildet die sichtbare Oberfläche. Schneiden Sie die Platte auf die gewünschten Maße zu. Bohren Sie dann die Aussparungen für das Waschbecken und die Armatur. Bei einem Aufsatzwaschbecken ist nur ein großes Loch für den Ablauf und ein kleineres für die Armatur (falls diese in der Platte montiert wird) erforderlich. Bei einem eingelassenen Becken muss die Öffnung exakt der Form des Beckens entsprechen. Verwenden Sie eine Stichsäge für runde Ausschnitte und eine Oberfräse für saubere Kanten.

Oberflächenbehandlung und Feuchtigkeitsschutz

Dieser Schritt ist im Badezimmer von größter Bedeutung. Holzoberflächen müssen mehrfach geschliffen und anschließend mit wasserabweisendem Lack oder Hartwachsöl behandelt werden. Beton muss ebenfalls geschliffen und mit einer speziellen Betonversiegelung oder -imprägnierung versehen werden. Bei Bauplatten erfolgt nach dem Verkleben der Abschluss mit Fliesenkleber, Fliesen und Fugenmörtel. Achten Sie darauf, alle Kanten und Übergänge sorgfältig mit Sanitärsilikon abzudichten, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.

waschtisch selber bauen – Detailaufnahme: Abdichtung und Versiegelung eines Waschtisches im Badezimmer
Die sorgfältige Abdichtung ist entscheidend für die Langlebigkeit eines Waschtisches im Feuchtraum.

Installation von Waschbecken und Armatur

Setzen Sie das Waschbecken in die vorbereitete Aussparung und befestigen Sie es gemäß Herstellerangaben. Montieren Sie die Armatur und schließen Sie die Wasserzufuhr an. Installieren Sie den Siphon und verbinden Sie ihn mit dem Abwasseranschluss. Stellen Sie sicher, dass alle Anschlüsse dicht sind und keine Lecks vorhanden sind. Ein Küche Selber Bauen erfordert ähnliche Installationsschritte.

Feuchtigkeitsschutz im Bad: Normen und Tipps

Feuchtigkeit ist im Badezimmer allgegenwärtig und kann unbehandelt zu Schäden wie Schimmel oder Materialzersetzung führen. Daher ist ein effektiver Feuchtigkeitsschutz unerlässlich. Nach DIN 18534 sind Abdichtungen in Innenräumen mit unterschiedlichen Wassereinwirkungsklassen geregelt. Für den Waschtischbereich bedeutet dies: Alle wasserbeanspruchten Flächen müssen entsprechend abgedichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Waschtischplatte und die angrenzenden Wandbereiche.

Wichtige Punkte für den Feuchtigkeitsschutz:

  • Verbundabdichtung: Unter Fliesen oder bei Holzwerkstoffen sollte eine Verbundabdichtung mit speziellen Dichtschlämmen oder Dichtbändern erfolgen.
  • Silikonfugen: Alle Anschlussfugen zwischen Waschtisch und Wand sowie um das Waschbecken müssen mit fungizid ausgestattetem Sanitärsilikon sauber und dicht ausgeführt werden.
  • Materialwahl: Verwenden Sie wasserfeste Materialien oder solche, die für Feuchträume geeignet und entsprechend behandelt sind.
  • Lüftung: Regelmäßiges und ausreichendes Lüften ist entscheidend, um die Luftfeuchtigkeit im Bad zu reduzieren und die Lebensdauer Ihrer Möbel zu verlängern.
Wichtig: Eine mangelhafte Abdichtung kann zu schwerwiegenden Feuchteschäden führen, die teure Sanierungen nach sich ziehen können. Bei Unsicherheiten sollten Sie einen Fachmann konsultieren oder sich an relevante Normen und Merkblätter halten, wie sie beispielsweise vom Umweltbundesamt oder in Fachpublikationen des Holzbaus empfohlen werden.

Kostenübersicht: Was kostet ein selbst gebauter Waschtisch?

Die Kosten für einen selbst gebauten Waschtisch können stark variieren und hängen von mehreren Faktoren ab, wie der Materialwahl, der Größe, dem Design und den bereits vorhandenen Werkzeugen. Im Vergleich zu einem fertigen Waschtisch aus dem Handel können Sie jedoch deutlich sparen.

Kostenfaktor Schätzung (ohne Waschbecken/Armatur) Anmerkungen
Material (Holz, Multiplex, Bauplatten) 50 € – 300 € Je nach Holzart, Dicke und Plattenart. Beton kann teurer sein.
Oberflächenbehandlung & Abdichtung 30 € – 100 € Lacke, Öle, Versiegelungen, Silikon, Fliesenkleber, Fugenmörtel.
Kleinteile (Schrauben, Dübel, Winkel) 10 € – 30 € Standard-Befestigungsmaterial.
Werkzeugmiete (falls nötig) ca. 20 € – 50 € pro Tag Für Spezialwerkzeuge wie Oberfräse oder Betonschleifer.
Gesamtkosten (ohne Waschbecken/Armatur) ca. 90 € – 480 € Diese Schätzung kann stark variieren.

Bedenken Sie, dass die Kosten für Waschbecken, Armatur und Siphon zusätzlich anfallen und je nach Qualität und Design zwischen 100 € und mehreren hundert Euro liegen können.

Häufige Fragen zum Waschtisch selber bauen

Welches Holz eignet sich am besten für einen Holzwaschtisch?

Für einen Holzwaschtisch eignen sich Hölzer mit hoher natürlicher Feuchtigkeitsresistenz wie Eiche, Teak, Lärche oder Robinie. Auch gut versiegelte heimische Hölzer wie Ahorn oder Fichte sind möglich. Wichtig ist immer eine sorgfältige Oberflächenbehandlung mit wasserabweisenden Ölen oder Lacken.

Wie versiegele ich einen Betonwaschtisch gegen Wasser?

Ein Betonwaschtisch sollte nach dem Aushärten und Schleifen mit einer speziellen Betonversiegelung oder -imprägnierung behandelt werden. Diese dringt in die Poren ein und macht die Oberfläche wasserdicht und resistent gegen Flecken und Chemikalien.

Ist es schwierig, die sanitären Anschlüsse selbst zu installieren?

Das Anschließen eines Waschbeckens und der Armatur ist für geübte Heimwerker in der Regel machbar. Es erfordert jedoch Präzision und das Wissen um die korrekte Abdichtung. Bei Unsicherheiten oder wenn neue Anschlüsse verlegt werden müssen, ist es ratsam, einen Fachmann zu beauftragen, um Wasserschäden zu vermeiden.

Kann ich einen Waschtisch auch aus Paletten bauen?

Ja, Palettenmöbel sind eine beliebte DIY-Option und können auch für einen Waschtisch-Unterschrank verwendet werden. Achten Sie darauf, hitzebehandelte (HT-Stempel) und saubere Paletten zu verwenden. Die Oberfläche muss ebenfalls gründlich geschliffen und wasserdicht versiegelt werden. Für weitere Inspirationen schauen Sie sich unsere Anleitung zu Palettenmöbel selber bauen an.

Wie sorge ich für genügend Stauraum im Waschtisch?

Planen Sie von Anfang an Schubladen, offene Fächer oder Türen in Ihren Waschtisch-Unterschrank ein. Integrieren Sie Regalböden oder Körbe, um Handtücher und Badutensilien ordentlich zu verstauen. Ein Regal selber bauen ist eine gute Übung für die Planung von Stauraum-Elementen.

Wie pflege ich einen selbstgebauten Waschtisch richtig?

Die Pflege hängt vom Material ab. Holzwaschtische sollten regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt und bei Bedarf nachgeölt oder neu versiegelt werden. Betonwaschtische sind pflegeleicht, sollten aber nicht mit aggressiven Reinigern behandelt werden. Bei gefliesten Waschtischen reicht die übliche Fliesenreinigung; Silikonfugen sollten regelmäßig auf Risse überprüft und bei Bedarf erneuert werden.

Fazit

Einen Waschtisch selber bauen ist ein lohnendes Projekt, das nicht nur Ihr Badezimmer optisch aufwertet, sondern Ihnen auch die Zufriedenheit gibt, etwas Einzigartiges mit den eigenen Händen geschaffen zu haben. Mit sorgfältiger Planung, der richtigen Materialwahl und einem Fokus auf den unerlässlichen Feuchtigkeitsschutz können Sie ein langlebiges und funktionales Möbelstück gestalten, das perfekt zu Ihrem Zuhause passt. Trauen Sie sich und verwirklichen Sie Ihre Vision vom individuellen Waschtisch!