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Badewanne zur Dusche umbauen: Kosten, Tipps & Förderung (2026)

06. Mai 2026 · Admineasy

Du möchtest deine alte Badewanne endlich loswerden und stattdessen eine moderne, vielleicht sogar barrierefreie Dusche einbauen? Dann bist du hier genau richtig! Eine Badewanne zur Dusche umbauen ist ein beliebtes Renovierungsprojekt, das dein Badezimmer nicht nur optisch aufwertet, sondern auch den Komfort und die Sicherheit erhöht. Besonders für Familien, Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Umstieg von einer hohen Wanne auf eine begehbare Dusche eine echte Erleichterung.

Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast, was der Umbau kostet und wie du Schritt für Schritt vorgehst. So verwandelst du dein Bad in eine echte Wohlfühloase.

Badewanne zur Dusche umbauen – Eine moderne, begehbare Dusche mit Glaswand in einem frisch renovierten Badezimmer.
Eine neue Dusche macht das Bad modern und barrierefrei.
Eine Badewanne zur Dusche umzubauen, kostet zwischen 3.000 und 8.000 Euro, abhängig von Material, Größe und ob du einen Fachmann beauftragst. Eine bodengleiche Dusche inklusive neuer Fliesen ist oft teurer als ein Dusch-in-Wanne-System. Fördermöglichkeiten gibt es unter anderem bei der KfW und der Pflegekasse, besonders für barrierefreie Umbauten.

Das Wichtigste in Kuerze

  • Kosten: Rechne mit 3.000 bis 8.000 Euro für den Umbau, je nach Ausstattung.
  • Förderung: Die KfW und Pflegekasse unterstützen barrierefreie Umbauten finanziell.
  • Möglichkeiten: Von der einfachen Duschwanne bis zur bodengleichen Lösung.
  • Zeitaufwand: Ein Umbau dauert meist 2 bis 5 Tage, bei Eigenleistung länger.
  • Planung: Achte auf Wasseranschlüsse, Abfluss und die richtige Abdichtung.

Warum die Badewanne raus und eine Dusche rein?

Die Entscheidung, deine Badewanne zur Dusche umzubauen, hat viele gute Gründe. Oft ist es der Wunsch nach mehr Komfort, besonders im Alter. Eine hohe Badewanne wird mit den Jahren zum Hindernis. Eine Dusche mit niedrigem oder sogar bodengleichem Einstieg macht das tägliche Waschen sicherer und einfacher.

Aber auch der Wunsch nach einem moderneren Bad spielt eine Rolle. Begehbare Duschen liegen im Trend und lassen kleine Bäder größer wirken. Du gewinnst außerdem oft Platz, den du für Möbel oder Stauraum nutzen kannst. Und nicht zuletzt: Eine Dusche verbraucht in der Regel weniger Wasser als ein Vollbad, was gut für die Umwelt und deinen Geldbeutel ist.

Badewanne zur Dusche umbauen: Möglichkeiten im Überblick

Wenn du deine Badewanne zur Dusche umbauen möchtest, hast du verschiedene Optionen. Die Wahl hängt von deinem Budget, dem Platzangebot und deinen Wünschen ab:

  • Duschwanne mit niedrigem Einstieg: Das ist die einfachste und oft günstigste Variante. Die alte Wanne wird entfernt und durch eine flache Duschwanne ersetzt. Der Einstieg ist deutlich niedriger als bei einer Badewanne.
  • Bodengleiche Dusche (Walk-in-Dusche): Hier verschwindet die Duschwanne komplett im Boden. Der Übergang vom Bad zum Duschbereich ist ebenerdig und damit vollkommen barrierefrei. Das ist die eleganteste, aber auch aufwendigste Lösung, da oft der Estrich angepasst werden muss.
  • Teilumbau (Badewanne mit Tür): Wenn du die Badewanne nicht komplett missen möchtest, gibt es Systeme, bei denen eine Tür in die vorhandene Wanne eingebaut wird. Das ermöglicht einen leichteren Einstieg, ist aber keine vollwertige Dusche.

Was kostet ein Badewannen-Duschen-Umbau?

Die Kosten für den Umbau deiner Badewanne zur Dusche variieren stark. Sie hängen davon ab, welche Art von Dusche du wählst, welche Materialien du verwendest und ob du einen Handwerker beauftragst oder selbst Hand anlegst. Hier ein Überblick über die üblichen Preisspannen:

Leistung/Material Kosten (circa)
Duschwanne (flach) 200 – 800 Euro
Bodengleiches Duschelement 400 – 1.500 Euro
Duschabtrennung (Glas) 300 – 1.500 Euro
Armaturen & Duschkopf 150 – 700 Euro
Fliesen (pro m²) 15 – 80 Euro
Abdichtungsmaterial 50 – 200 Euro
Entsorgung alte Wanne 50 – 150 Euro
Handwerkerkosten (Stunde) 50 – 80 Euro

Insgesamt solltest du für den reinen Materialeinkauf mit 800 bis 3.000 Euro rechnen, wenn du selbst baust. Beauftragst du einen Fachmann, kommen Arbeitskosten hinzu. Ein kompletter Umbau durch eine Firma liegt meist bei 3.000 bis 8.000 Euro, je nach Umfang und Komplexität. Besonders der Anpassungsbedarf am Estrich für eine bodengleiche Dusche treibt die Kosten in die Höhe.

Förderungen nutzen: So sparst du beim Umbau

Der Umbau einer Badewanne zur Dusche kann teuer werden. Gut, dass es Förderungen gibt, die dich finanziell entlasten. Besonders wenn du eine barrierefreie Dusche planst, stehen dir verschiedene Töpfe offen:

  • KfW-Programm 455-B (Altersgerecht Umbauen): Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Zuschüsse für Maßnahmen, die Barrieren im Wohnraum reduzieren. Dazu gehört auch der Einbau einer bodengleichen Dusche. Du kannst bis zu 10 % der förderfähigen Kosten (maximal 6.250 Euro) als Zuschuss erhalten. Wichtig: Den Antrag musst du VOR Beginn der Arbeiten stellen! Mehr Infos dazu findest du auch auf unserer Seite zur Förderung Haussanierung 2026.
  • Pflegekasse: Wenn ein Pflegegrad vorliegt, kann die Pflegekasse einen Zuschuss für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gewähren. Dazu zählen Umbauten, die die häusliche Pflege erleichtern oder die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person wiederherstellen. Der Zuschuss kann bis zu 4.000 Euro pro Person betragen und wird oft für den Umbau der Badewanne zur Dusche genutzt.
  • Landes- und Kommunalprogramme: Informiere dich auch bei deiner Gemeinde oder deinem Bundesland. Manchmal gibt es regionale Förderprogramme für altersgerechtes Wohnen oder energetische Sanierungen, die auch deinen Umbau unterstützen können.

Badewanne zur Dusche umbauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

Du möchtest deine alte Badewanne selbst entfernen und eine Dusche einbauen? Mit unserer Anleitung gelingt dir der Badewanne zur Dusche Umbau auch als Anfänger. Plane ausreichend Zeit ein, meist 2 bis 5 Tage, und arbeite sorgfältig.

Schritt 1: Planung und Vorbereitung

Bevor du loslegst, ist eine gute Planung Gold wert. Miss den Bereich genau aus und entscheide dich für die Art der Dusche (Duschwanne oder bodengleich). Überlege, wo der Abfluss und die Armaturen am besten platziert sind. Kaufe alle Materialien und Werkzeuge im Voraus. Schalte das Wasser ab und decke angrenzende Bereiche mit Folie ab, um sie vor Schmutz zu schützen.

Schritt 2: Alte Badewanne entfernen

Das ist oft der aufwendigste Teil. Löse zunächst alle Anschlüsse (Zu- und Abfluss). Eine Stahl- oder Gussbadewanne ist sehr schwer und muss eventuell in Stücke geflext werden. Bei Acrylwannen geht es leichter. Achte auf scharfe Kanten und trage Schutzkleidung. Entsorge die alte Wanne fachgerecht.

Schritt 3: Abflüsse und Anschlüsse anpassen

Der Abfluss der Dusche muss zum neuen Duschsystem passen. Bei einer bodengleichen Dusche ist oft eine Anpassung des Estrichs nötig, um das Ablaufsystem zu integrieren und das nötige Gefälle zu schaffen. Lass dir hierbei, wenn du unsicher bist, von einem Installateur helfen. Auch die Wasseranschlüsse für die Armaturen musst du eventuell neu verlegen oder anpassen.

Schritt 4: Untergrund vorbereiten und abdichten

Ein absolut dichter Untergrund ist entscheidend, um Wasserschäden zu vermeiden. Reinige den Boden und die Wände gründlich. Trage dann eine flexible Dichtschlämme oder Flüssigfolie auf. Besonders die Ecken und Übergänge solltest du mit Dichtbändern verstärken. Lass die Abdichtung gut trocknen. Diesen Schritt niemals überspringen!

Badewanne zur Dusche umbauen – Handwerker bei der Abdichtung des Duschbereichs mit Dichtbändern und Flüssigfolie vor dem Fliesenlegen.
Die richtige Abdichtung schützt vor Wasserschäden und ist beim Badumbau entscheidend.

Schritt 5: Duschwanne oder bodengleiches Element einbauen

Setze die Duschwanne auf einen passenden Unterbau und richte sie mit der Wasserwaage exakt aus. Verbinde den Abfluss. Bei einem bodengleichen Duschelement beachtest du die Herstellerangaben für den Einbau im Estrich. Achte darauf, dass das Gefälle zum Abfluss stimmt, damit das Wasser gut abläuft. Fixiere das Element fest.

Schritt 6: Fliesen legen und verfugen

Wenn du den Untergrund vorbereitet und abgedichtet hast, kannst du neue Fliesen legen. Beginne an der Wand und arbeite dich nach unten vor. Achte auf ein sauberes Fugenbild. Nach dem Trocknen des Fliesenklebers verfugst du die Fliesen mit geeignetem Fugenmörtel. Eine detaillierte Anleitung zum Fliesen verfugen findest du ebenfalls bei uns.

Schritt 7: Duschkabine montieren und Silikonfugen ziehen

Montiere die Duschkabine gemäß der Herstelleranleitung. Verbinde die Armaturen. Zum Schluss ziehst du alle Eck- und Anschlussfugen mit Sanitärsilikon. Achte auf eine saubere Silikonfuge – sie ist nicht nur optisch wichtig, sondern sorgt auch für Dichtigkeit. Lass das Silikon mindestens 24 Stunden aushärten, bevor du die Dusche benutzt.

Häufige Fehler beim Umbau vermeiden

Damit dein Projekt gelingt, vermeide diese häufigen Fehler:

  • Ungenügende Abdichtung: Das ist der größte Fehler! Eine nicht fachgerechte Abdichtung führt zu Wasserschäden und Schimmel. Spare hier nicht an Material und Sorgfalt.
  • Falsches Gefälle: Das Wasser muss im Duschbereich immer zum Abfluss laufen. Ein falsches Gefälle sorgt für stehendes Wasser.
  • Fehlende Planung: Ohne genaue Planung von Materialien, Werkzeugen und Abläufen geht oft Zeit und Geld verloren.
  • Unterschätzter Zeitaufwand: Ein Badumbau dauert länger als gedacht. Plane Pufferzeiten ein.
  • Keine Schutzkleidung: Beim Abbruch und Fliesenlegen können Splitter, Staub und scharfe Kanten gefährlich werden. Trage immer Schutzbrille, Handschuhe und festes Schuhwerk.
Tipp: Wenn du dir bei der Abdichtung oder den Wasseranschlüssen unsicher bist, hole dir lieber einen Fachmann dazu. Gerade diese Schritte sind entscheidend für die Langlebigkeit deines neuen Duschbereichs.

Wann solltest du einen Profi beauftragen?

Den Umbau von Badewanne zur Dusche kannst du mit etwas handwerklichem Geschick selbst stemmen. Besonders die Entfernung der Wanne, Fliesenarbeiten und das Montieren der Duschkabine sind gut in Eigenleistung machbar. Doch es gibt Punkte, an denen der Profi gefragt ist:

  • Wasser- und Abwasseranschlüsse: Änderungen am Sanitärsystem sollten immer vom Fachmann durchgeführt werden, um undichte Stellen oder falsche Dimensionierungen zu vermeiden.
  • Estricharbeiten für bodengleiche Duschen: Das Anpassen des Estrichs für ein bodengleiches Element ist komplex und erfordert Präzision.
  • Abdichtung: Obwohl du es selbst machen kannst, bietet die Gewährleistung eines Fachbetriebs zusätzliche Sicherheit gegen Wasserschäden.
  • Zeit- oder Leistungsdruck: Wenn du wenig Zeit oder keine Erfahrung hast, ist ein Komplettumbau durch eine Firma oft die bessere Wahl.
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FAQ: Badewanne zur Dusche umbauen

Wie lange dauert der Umbau von Badewanne zu Dusche?

Ein kompletter Umbau dauert in der Regel 2 bis 5 Arbeitstage, wenn ein Fachbetrieb die Arbeiten durchführt. Bei Eigenleistung kann es, je nach Erfahrung und Aufwand, auch eine Woche oder länger dauern.

Ist eine Förderung für den Umbau möglich?

Ja, besonders wenn der Umbau barrierefrei gestaltet wird. Die KfW bietet mit dem Programm 455-B Zuschüsse an, und bei einem vorhandenen Pflegegrad kann die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beisteuern. Anträge müssen vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.

Kann ich eine Badewanne mit Tür einbauen?

Ja, es gibt Systeme, bei denen eine Tür in eine bestehende Badewanne eingebaut wird. Das ist eine günstigere Alternative, um den Einstieg zu erleichtern, ersetzt aber keine vollwertige, begehbare Dusche.

Wie viel Platz brauche ich für eine Dusche?

Eine Standard-Duschwanne misst meist 80×80 cm oder 90×90 cm. Für eine komfortable Walk-in-Dusche sind 120×90 cm oder mehr ideal. Wichtig ist auch der Bewegungsfreiraum davor.

Was ist der Vorteil einer bodengleichen Dusche?

Der größte Vorteil ist die Barrierefreiheit und der einfache, stolperfreie Einstieg. Bodengleiche Duschen wirken zudem modern, vergrößern optisch den Raum und sind leichter zu reinigen. Sie sind eine zukunftssichere Investition für jedes Bad.

Fazit

Die Badewanne zur Dusche umbauen ist ein Projekt, das sich lohnt. Dein Bad wird moderner, komfortabler und sicherer. Egal, ob du dich für eine flache Duschwanne oder eine bodengleiche Lösung entscheidest – mit guter Planung und den richtigen Schritten gelingt der Umbau. Informiere dich unbedingt über die möglichen Förderungen, um die Kosten zu senken. Und wenn du dir bei heiklen Punkten unsicher bist, scheue dich nicht, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. So genießt du bald deine neue, begehbare Dusche.

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