Eine Holzterrasse ist eine Bereicherung für jeden Garten und steigert die Lebensqualität im Freien. Wer handwerklich geschickt ist, kann eine Holzterrasse Selber Bauen und dabei Kosten sparen. Eine gute Planung, die Wahl des richtigen Holzes und eine sorgfältige Ausführung sind entscheidend für ein langlebiges Ergebnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Sorgfältige Planung ist das A und O für eine langlebige Holzterrasse.
- Die Wahl des richtigen Holzes beeinflusst die Lebensdauer und den Pflegeaufwand.
- Eine stabile Unterkonstruktion ist entscheidend für die Haltbarkeit der Terrasse.
- Regelmäßige Reinigung und Pflege schützen das Holz vor Witterungseinflüssen.
Die richtige Holzart für Ihre Terrasse auswählen
Die Wahl des Holzes ist ein entscheidender Faktor für die Lebensdauer und das Aussehen Ihrer neuen Terrasse. Verschiedene Holzarten bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile in Bezug auf Preis, Haltbarkeit und Pflegeaufwand. Hier ein Überblick über gängige Optionen:
- Lärche: Einheimisches Holz mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Lärche ist relativ widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und hat eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Sie ist gut zu bearbeiten und eignet sich daher gut für Heimwerker.
- Douglasie: Ähnlich wie Lärche, aber oft etwas günstiger. Douglasie ist ebenfalls einheimisch und hat eine ähnliche Lebensdauer. Sie ist jedoch etwas anfälliger für Risse und Verformungen.
- Bangkirai: Ein tropisches Hartholz, das für seine hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit bekannt ist. Bangkirai hat eine Lebensdauer von 25 Jahren und mehr. Es ist jedoch teurer und schwerer zu bearbeiten als einheimische Hölzer. Zudem ist die Herkunft oft problematisch.
- Garapa: Eine südamerikanische Alternative zu Bangkirai, die ebenfalls sehr hart und widerstandsfähig ist. Garapa hat eine schöne, gleichmäßige Farbe und eine lange Lebensdauer.
- Thermoholz: Holz, das durch Hitzebehandlung widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse gemacht wurde. Thermoholz ist eine gute Alternative zu Tropenhölzern und hat eine lange Lebensdauer.
Bei der Auswahl des Holzes sollten Sie auch auf das FSC- oder PEFC-Siegel achten, um sicherzustellen, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.
Berücksichtigen Sie bei der Holzauswahl auch die Optik. Helle Hölzer wie Lärche und Douglasie wirken freundlich und natürlich, während dunklere Hölzer wie Bangkirai und Garapa eine edle und elegante Note verleihen. (Lesen Sie auch: Hochbeet Lärchenholz Selber Bauen: Die Ultimative Anleitung)
Wie plane ich meine Holzterrasse richtig?
Eine sorgfältige Planung ist das A und O für eine gelungene Holzterrasse. Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sollten Sie sich über folgende Punkte Gedanken machen:
- Größe und Form: Messen Sie den zur Verfügung stehenden Platz genau aus und überlegen Sie, welche Form die Terrasse haben soll. Berücksichtigen Sie dabei auch die Lage der Terrasse und den Sonnenverlauf.
- Untergrund: Prüfen Sie den Untergrund und stellen Sie sicher, dass er tragfähig und eben ist. Bei Bedarf muss der Untergrund verdichtet oder begradigt werden.
- Entwässerung: Planen Sie ein Gefälle von 2% vom Haus weg ein, damit Regenwasser ablaufen kann. Eine gute Entwässerung verhindert Staunässe und schützt das Holz vor Fäulnis.
- Unterkonstruktion: Die Unterkonstruktion ist das Fundament der Terrasse und muss stabil und langlebig sein. Verwenden Sie für die Unterkonstruktion am besten das gleiche Holz wie für die Dielen oder ein noch widerstandsfähigeres Holz.
- Dielen: Wählen Sie die Dielen passend zum Stil Ihres Gartens und Ihres Hauses aus. Achten Sie auf die Stärke und Breite der Dielen sowie auf die Oberflächenstruktur.
- Befestigung: Überlegen Sie, wie Sie die Dielen befestigen möchten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, z.B. mit Edelstahlschrauben oder unsichtbaren Clips.
Es empfiehlt sich, vorab eine Skizze oder einen Bauplan zu erstellen, um den Materialbedarf zu ermitteln und den Bauablauf zu planen. Auf selbst.de finden Sie eine ausführliche Anleitung zum Thema Holzterrasse bauen.
Die Unterkonstruktion: Das Fundament Ihrer Holzterrasse
Die Unterkonstruktion ist das tragende Element Ihrer Holzterrasse und muss daher besonders stabil und langlebig sein. Sie besteht in der Regel aus:
- Fundamenten: Punktfundamente aus Beton oder verdichteter Schotter sorgen für eine stabile Basis. Der Abstand der Fundamente sollte je nach Belastung und Holzart zwischen 50 und 100 cm betragen.
- Traghölzern: Die Traghölzer werden auf den Fundamenten befestigt und tragen die Dielen. Der Abstand der Traghölzer sollte maximal 50 cm betragen, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten.
- Ausgleichshölzern: Mit Ausgleichshölzern können Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden.
Achten Sie darauf, dass die Unterkonstruktion gut belüftet ist, um Staunässe zu vermeiden. Verwenden Sie für die Unterkonstruktion am besten das gleiche Holz wie für die Dielen oder ein noch widerstandsfähigeres Holz.
Eine Alternative zu einer Unterkonstruktion aus Holz ist eine Unterkonstruktion aus Aluminium. Aluminium ist sehr leicht, stabil und witterungsbeständig. Allerdings ist eine Aluminium-Unterkonstruktion teurer als eine Holz-Unterkonstruktion.
Holzterrasse Selber Bauen: Schritt für Schritt Anleitung
Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihre Holzterrasse Selber Bauen können:
- Planung: Erstellen Sie eine Skizze oder einen Bauplan und ermitteln Sie den Materialbedarf.
- Vorbereitung des Untergrunds: Entfernen Sie den Oberboden und verdichten Sie den Untergrund. Bei Bedarf können Sie auch eine Schotterschicht einbringen.
- Erstellung der Fundamente: Setzen Sie die Fundamente aus Beton oder verdichtetem Schotter. Achten Sie auf den richtigen Abstand und die Höhe der Fundamente.
- Montage der Unterkonstruktion: Befestigen Sie die Traghölzer auf den Fundamenten. Verwenden Sie Ausgleichshölzer, um Unebenheiten auszugleichen.
- Verlegung der Dielen: Verlegen Sie die Dielen auf der Unterkonstruktion. Achten Sie auf einen Fugenabstand von 5 bis 8 mm, um ein Ausdehnen und Zusammenziehen des Holzes zu ermöglichen.
- Befestigung der Dielen: Befestigen Sie die Dielen mit Edelstahlschrauben oder unsichtbaren Clips. Bohren Sie die Dielen immer vor, um Risse zu vermeiden.
- Oberflächenbehandlung: Behandeln Sie die Oberfläche der Terrasse mit einem Holzöl oder einer Lasur, um das Holz vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Weitere Informationen und detaillierte Anleitungen finden Sie auf heimwerker.de.
Pflege und Reinigung Ihrer Holzterrasse
Damit Ihre Holzterrasse lange schön bleibt, ist eine regelmäßige Pflege und Reinigung wichtig. Hier sind einige Tipps:

- Reinigung: Reinigen Sie die Terrasse mindestens einmal jährlich mit einem Terrassenreiniger. Verwenden Sie eine Bürste, um Moos und Algen zu entfernen. Vermeiden Sie Hochdruckreiniger, da diese die Holzfasern beschädigen können.
- Ölen: Ölen Sie die Terrasse nach der Reinigung mit einem speziellen Terrassenöl. Das Öl schützt das Holz vor Witterungseinflüssen und frischt die Farbe auf.
- Schutz: Schützen Sie die Terrasse vor starker Sonneneinstrahlung und Regen mit einer Plane oder einem Sonnensegel.
- Reparaturen: Beschädigte Dielen sollten Sie umgehend austauschen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Mit der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Holzterrasse deutlich verlängern.
Häufig gestellte Fragen
Welche Holzart ist am besten geeignet, um eine Holzterrasse selber zu bauen?
Lärche ist eine beliebte Wahl aufgrund ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und ihrer Widerstandsfähigkeit. Douglasie ist eine günstigere Alternative, während Bangkirai als tropisches Hartholz eine sehr lange Lebensdauer bietet, aber teurer und schwerer zu verarbeiten ist.
Wie oft sollte eine Holzterrasse gereinigt und geölt werden?
Es empfiehlt sich, die Holzterrasse mindestens einmal jährlich gründlich zu reinigen und anschließend neu zu ölen. Bei starker Beanspruchung oder Witterungseinflüssen kann eine häufigere Pflege notwendig sein, um das Holz optimal zu schützen.
Welchen Abstand sollte man zwischen den Dielen einer Holzterrasse einhalten?
Ein Fugenabstand von 5 bis 8 mm ist ideal, um dem Holz die Möglichkeit zu geben, sich auszudehnen und zusammenzuziehen. Dies verhindert Spannungen und Risse im Holz und trägt zur Langlebigkeit der Terrasse bei.
Kann ich eine Holzterrasse auch auf unebenem Untergrund bauen?
Ja, aber es ist wichtig, Unebenheiten durch eine stabile Unterkonstruktion auszugleichen. Punktfundamente und Ausgleichshölzer helfen, eine ebene Fläche zu schaffen und die Stabilität der Terrasse zu gewährleisten, selbst auf unebenem Gelände.
Welche Werkzeuge benötige ich, um eine Holzterrasse selber zu bauen?
Sie benötigen unter anderem eine Säge, einen Akkuschrauber, eine Wasserwaage, einen Zollstock, eine Bohrmaschine und eventuell eine Stichsäge. Auch ein Terrassenreiniger und Holzöl für die Pflege sind empfehlenswert.
Eine gut geplante und fachgerecht gebaute Holzterrasse ist eine Investition, die sich lohnt. Mit der richtigen Materialauswahl und regelmäßigen Pflege können Sie viele Jahre Freude an Ihrer neuen Wohlfühloase im Garten haben. Beachten Sie dabei auch die Hinweise der Verbraucherzentrale zum Thema Bauen und Renovieren.





