Deine Regentonne ist bei jedem Schauer schnell voll und das wertvolle Regenwasser läuft über? Das muss nicht sein! Mit einer einfachen Anleitung kannst du mehrere Regentonnen verbinden und so die Speicherkapazität deines Gartens deutlich erhöhen. Das spart nicht nur Trinkwasser, sondern schont auch deinen Geldbeutel.
Das Wichtigste in Kürze
- **Planung ist alles:** Richte die Tonnen auf einer stabilen, ebenen Fläche aus.
- **Material:** Besorge passende Verbindungsschläuche oder Rohre, Dichtungen und eine Lochsäge.
- **Löcher bohren:** Bohre die Anschlüsse auf gleicher Höhe in die Tonnen.
- **Verbinden und Abdichten:** Schliesse die Tonnen mit Schläuchen und Dichtungen fest an.
- **Testlauf:** Prüfe das System auf Dichtigkeit, bevor es regnet.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Regentonnen verbinden? Die Vorteile auf einen Blick
- Material und Werkzeug: Was du zum Regentonnen Verbinden brauchst
- Regentonnen verbinden: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger
- Regentonnen in Reihe schalten oder sternförmig verbinden?
- Häufige Fehler beim Regentonnen Verbinden vermeiden
- Was kostet es, Regentonnen zu verbinden?
- Pflege und Wartung deiner verbundenen Regentonnen
- FAQ: Häufige Fragen zum Regentonnen Verbinden
- Fazit
Ein volles Regenwasserfass ist super – doch was, wenn es überläuft und das Wasser ungenutzt versickert? Indem du mehrere Regentonnen verbindest, schaffst du ein effizientes System, das jeden Tropfen Regenwasser auffängt. Egal ob du einen grossen Garten hast oder einfach nur mehr Giesswasser sammeln möchtest: Diese einfache Anleitung hilft dir, deine Regentonnen richtig anzuschliessen und die Kapazität zu maximieren.

Warum Regentonnen verbinden? Die Vorteile auf einen Blick
Das Verbinden von Regentonnen bringt viele Vorteile mit sich, die deinen Gartenalltag erleichtern und die Umwelt schonen:
- **Maximale Speicherkapazität:** Du nutzt den gesamten Raum aller Tonnen und verhinderst, dass Wasser unkontrolliert überläuft.
- **Weniger Überlauf:** Wenn eine Tonne voll ist, fliesst das Wasser automatisch in die nächste. Das reduziert die Gefahr von Staunässe oder unnötigem Wasserverlust.
- **Gleichmässige Wasserverteilung:** Das System sorgt dafür, dass alle verbundenen Tonnen gleichmässig gefüllt werden, was die Nutzung vereinfacht.
- **Wasserersparnis:** Du hast immer ausreichend Regenwasser zur Hand, um deine Pflanzen zu giessen, ohne teures Leitungswasser zu verbrauchen. Das ist besonders in Trockenperioden von Vorteil.
- **Umweltschutz:** Die Nutzung von Regenwasser entlastet die Kanalisation und reduziert den Bedarf an aufbereitetem Trinkwasser. Regenwasserversickerung im Garten kann zudem Überflutungen bei Starkregen mindern. Wenn du wissen möchtest, wie du Regenwasser im Garten versickern lassen kannst, lies unseren Artikel über Regenwasserversickerung im Garten.
Material und Werkzeug: Was du zum Regentonnen Verbinden brauchst
Bevor du mit dem Verbinden deiner Regentonnen startest, solltest du alle Materialien und Werkzeuge bereitlegen. So geht die Arbeit später zügig voran:
Regentonnen verbinden: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger
Diese Anleitung führt dich durch die einzelnen Schritte, um deine Regentonnen sicher und dicht zu verbinden.
1. Standort und Ausrichtung der Regentonnen planen
Der erste Schritt ist entscheidend für die spätere Funktion. Platziere deine Regentonnen auf einem **stabilen und ebenen Untergrund**. Dieser sollte das Gewicht der vollen Tonnen tragen können. Eine gepflasterte Fläche oder ein Kiesbett sind ideal. Achte darauf, dass alle Tonnen auf exakt gleicher Höhe stehen. Nutze dazu eine Wasserwaage und gleiche Unebenheiten mit Unterlegplatten oder einem Fundament aus. Nur so kann das Wasser später gleichmässig zwischen den Tonnen zirkulieren.
Idealerweise stehen die Tonnen nahe beieinander, um die Länge der Verbindungsschläuche gering zu halten. Kurze Schläuche minimieren den Reibungswiderstand und das Risiko von Verstopfungen.
2. Löcher bohren: Präzision ist wichtig
Jetzt geht es ans Eingemachte. Markiere die Stellen, an denen die Verbindungsschläuche angebracht werden sollen. Die Löcher müssen sich bei allen Tonnen **auf exakt der gleichen Höhe** befinden. Das ist der wichtigste Punkt beim Regentonnen Verbinden.
Wähle eine Lochsäge, deren Durchmesser genau zur Tankdurchführung oder den Schlauchtüllen passt. Setze die Lochsäge an der markierten Stelle an und bohre vorsichtig ein sauberes Loch in die Kunststoffwand der Regentonne. Entgrate die Bohrlöcher anschliessend mit einer Feile oder Schleifpapier, um scharfe Kanten zu entfernen, die die Dichtungen beschädigen könnten.
3. Verbindungsschlauch oder Rohr anbringen und abdichten
Führe die Tankdurchführungen oder Schlauchtüllen von aussen durch die gebohrten Löcher. Achte darauf, dass die Dichtung von aussen anliegt. Auf der Innenseite der Tonne befestigst du die Kontermutter und ziehst diese handfest an. Verwende gegebenenfalls einen passenden Schlüssel, aber ziehe nicht zu fest an, um das Kunststoffmaterial der Tonne nicht zu beschädigen.
Nun kannst du den Verbindungsschlauch auf die Tüllen stecken. Achte darauf, dass die Schläuche nicht geknickt werden und einen leichten Bogen bilden. Eine gute, dichte Verbindung ist entscheidend, um Wasserverluste zu vermeiden. Einige Systeme nutzen auch starre PE-Rohre, die mit speziellen Fittings verbunden werden. Hier ist die Installation oft noch stabiler und langlebiger.
4. Dichtheit prüfen und System in Betrieb nehmen
Bevor du das System komplett dem Regen überlässt, solltest du einen Dichtigkeitstest durchführen. Fülle die erste Regentonne über das Fallrohr oder mit einem Gartenschlauch mit Wasser. Beobachte, wie das Wasser in die nächste Tonne überläuft und ob sich alle Tonnen gleichmässig füllen. Kontrolliere alle Verbindungsstellen sorgfältig auf Undichtigkeiten. Tropft es irgendwo, ziehe die Kontermuttern vorsichtig nach oder prüfe, ob die Dichtungen richtig sitzen. Manchmal hilft es auch, die Dichtungen vor der Montage leicht einzufetten.

Regentonnen in Reihe schalten oder sternförmig verbinden?
Es gibt zwei gängige Methoden, um mehrere Regentonnen zu verbinden:
- **Reihenschaltung (Seriell):** Hierbei werden die Tonnen nacheinander miteinander verbunden. Das Wasser fliesst von der ersten in die zweite, von der zweiten in die dritte Tonne und so weiter. Diese Methode ist einfach zu installieren und platzsparend, wenn die Tonnen nebeneinander stehen. Der Nachteil: Bei sehr vielen Tonnen kann der Füllstand in der letzten Tonne etwas verzögert sein.
- **Sternförmige Verbindung (Parallel):** Bei dieser Methode werden alle Tonnen zentral an einen Verteiler angeschlossen, der wiederum mit dem Fallrohr verbunden ist. Oder jede Tonne hat einen eigenen Überlauf zu einer zentralen Sammeltonne. Das sorgt für eine sehr schnelle und gleichmässige Füllung aller Tonnen. Diese Variante ist etwas aufwendiger in der Installation und benötigt mehr Platz für die zentrale Verteilung, bietet aber maximale Effizienz.
Für die meisten Gärten ist die Reihenschaltung ausreichend und einfacher umzusetzen. Bei grossen Anlagen mit vielen Tonnen kann die sternförmige Verbindung aber sinnvoll sein.
Häufige Fehler beim Regentonnen Verbinden vermeiden
Auch wenn das Verbinden von Regentonnen keine Raketenwissenschaft ist, gibt es ein paar Stolperfallen, die du leicht umgehen kannst:
- **Falsche Höhenausrichtung:** Der Klassiker! Wenn die Löcher nicht exakt auf gleicher Höhe sind, füllen sich die Tonnen nicht gleichmässig, oder Wasser fliesst nicht optimal über.
- **Undichte Verbindungen:** Spare nicht an hochwertigen Dichtungen. Ein kleiner Spalt kann zu stetigem Wasserverlust führen. Achte auf saubere Bohrlöcher und fest angezogene Kontermuttern.
- **Zu kleiner Schlauchdurchmesser:** Ein zu dünner Schlauch kann bei starkem Regen den Wasserfluss nicht schnell genug bewältigen, was zum Überlaufen der ersten Tonnen führt. Wähle einen Durchmesser, der zum Volumen deiner Tonnen passt (mindestens 32 mm, besser 50 mm).
- **Schlauchknicke:** Achte darauf, dass der Verbindungsschlauch keine scharfen Knicke aufweist, die den Wasserfluss behindern oder zu Brüchen führen können.
- **Mangelnder Frostschutz:** Kunststofftonnen und Schläuche können bei Frost platzen. Entleere die Tonnen im Winter und trenne die Verbindungen, oder installiere ein Ablassventil am tiefsten Punkt.
Was kostet es, Regentonnen zu verbinden?
Die Kosten für das Verbinden von Regentonnen halten sich in Grenzen und sind eine lohnende Investition. Die grössten Posten sind die Regentonnen selbst (falls noch nicht vorhanden) und die Verbindungskits.
- **Verbindungsschlauch/PE-Rohr:** Je nach Länge und Durchmesser zwischen 10 und 30 Euro.
- **Tankdurchführungen/Schlauchtüllen mit Dichtungen:** Pro Stück etwa 5 bis 15 Euro. Für zwei Tonnen brauchst du mindestens zwei, für drei Tonnen vier Stück.
- **Lochsäge:** Wenn du noch keine hast, rechne mit 10 bis 20 Euro.
Insgesamt liegen die Materialkosten für das Verbinden von zwei bis drei Regentonnen meist zwischen **25 und 70 Euro**. Wenn du bereits Werkzeug und eventuell sogar einen alten Schlauch hast, kann es noch günstiger werden. Im Vergleich zu den Vorteilen der Wasserersparnis und des Umweltschutzes rechnet sich diese Investition schnell.
Pflege und Wartung deiner verbundenen Regentonnen
Damit dein Regenwassersystem lange funktioniert, ist regelmässige Pflege wichtig:
- **Reinigung:** Reinige die Regentonnen mindestens einmal jährlich, am besten im Frühjahr. Entferne Laub, Schlamm und Algen. Auch die Verbindungsschläuche solltest du auf Verstopfungen prüfen.
- **Frostschutz:** Vor dem ersten Frost musst du die Tonnen vollständig entleeren und die Verbindungsschläuche abmontieren. Lasse die Hähne der Tonnen offen, damit eventuelles Restwasser entweichen kann. Gefriert Wasser in den Tonnen oder Schläuchen, können diese platzen.
- **Dichtigkeitsprüfung:** Kontrolliere die Dichtungen regelmässig auf Risse oder Porosität. Ersetze sie bei Bedarf, um Undichtigkeiten zu vermeiden.
- **Filter prüfen:** Wenn du einen Regenwasserfilter am Fallrohr hast, reinige diesen regelmässig. Das verhindert, dass Schmutz in die Tonnen gelangt und die Verbindungen verstopft.
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FAQ: Häufige Fragen zum Regentonnen Verbinden
Brauche ich eine spezielle Pumpe, um das Wasser aus den verbundenen Regentonnen zu nutzen?
Nein, in der Regel nicht. Wenn die Tonnen auf gleicher Höhe stehen, kannst du das Wasser über einen am tiefsten Punkt angebrachten Wasserhahn entnehmen. Für höheren Druck, etwa zum Betrieb einer Gartendusche oder eines Sprinklers, kann eine kleine Tauchpumpe oder Gartenpumpe sinnvoll sein.
Kann ich unterschiedliche Regentonnen verbinden?
Ja, du kannst Regentonnen unterschiedlicher Grösse und Bauart miteinander verbinden, solange die Materialien der Tonnen kompatibel sind (meist Kunststoff) und du die Bohrlöcher für die Verbindungen auf exakt gleicher Höhe anbringst. Achte darauf, dass die Verbindungskits für die Wandstärke deiner Tonnen geeignet sind.
Wie verhindere ich Algenbildung in den Tonnen?
Algenbildung tritt oft auf, wenn Licht in die Tonne gelangt. Wähle dunkle oder blickdichte Regentonnen. Eine Abdeckung oder ein Deckel hilft ebenfalls. Manche nutzen auch spezielle Filter oder dunkle Verbindungsschläuche. Eine regelmässige Reinigung ist aber das Effektivste.
Welche Schlauchgrösse ist ideal zum Verbinden?
Für die meisten Anwendungen sind Schläuche mit einem Durchmesser von 32 mm oder 50 mm ideal. Bei kleineren Tonnen oder nur zwei Tonnen reicht 32 mm oft aus. Bei vielen grossen Tonnen oder sehr starkem Regen ist 50 mm besser, um einen zügigen Überlauf zu gewährleisten und Verstopfungen zu vermeiden.
Wie mache ich die Verbindung frostsicher?
Am einfachsten ist es, die Tonnen vor dem Winter komplett zu entleeren und die Verbindungsschläuche zu entfernen. Lasse die Wasserhähne offen. Eine Alternative sind spezielle frostsichere Ventile oder ein System, das sich automatisch entleert, sobald die Temperatur unter einen bestimmten Wert fällt. Für einen klimaresilienten Garten ist das eine wichtige Massnahme.
Fazit
Das Verbinden von Regentonnen ist ein einfaches und lohnendes Projekt für jeden Gartenbesitzer. Mit etwas Planung, dem richtigen Material und unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst du deine Speicherkapazität für Regenwasser deutlich erhöhen. Das spart nicht nur Kosten für Trinkwasser, sondern ist auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Trau dich ran – deine Pflanzen werden es dir danken!



