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Schleifpapier Körnung Übersicht: Welche Stufe wofür? (2026)

03. März 2026 · Michelle Möhring

Du stehst vor einem neuen Heimwerkerprojekt und fragst dich: Welche Schleifpapier Körnung Übersicht brauche ich eigentlich? Ob du Möbel restaurieren, eine Wand glätten oder Metall bearbeiten willst – die richtige Körnung ist entscheidend für ein perfektes Ergebnis. Mit der falschen Körnung machst du dir schnell mehr Arbeit, als du denkst.

Dieser Ratgeber hilft dir, den Überblick zu behalten. Wir zeigen dir, wie du die Zahlen auf dem Schleifpapier verstehst und welche Körnung du für Grobschliff, Zwischenschliff und Feinschliff einsetzt. So gelingt dein nächstes Projekt garantiert glatt und sauber.

Die Schleifpapier Körnung gibt an, wie grob oder fein die Schleifpartikel sind. Eine kleine Zahl (z.B. P40) bedeutet eine grobe Körnung für starken Materialabtrag, während eine große Zahl (z.B. P400) eine sehr feine Körnung für glatte Oberflächen anzeigt. Die Wahl hängt stark vom Material und dem gewünschten Endergebnis ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kleine Zahl = Grob: P40 bis P80 für starken Abtrag, alte Farbe oder Rost entfernen.
  • Mittlere Zahl = Mittel: P100 bis P180 für Zwischenschliff, Unebenheiten glätten, Vorbereitung für Lack.
  • Große Zahl = Fein: P220 bis P400+ für Feinschliff, Glätten von Oberflächen, Finish.
  • Material beachten: Holz, Metall, Lack erfordern unterschiedliche Körnungen und Schleifmittel-Arten.
  • Immer schrittweise: Arbeite dich von grob zu fein vor, um Kratzer zu vermeiden und ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Schleifpapier ist nicht einfach Schleifpapier. Die entscheidende Angabe ist die Körnung. Sie bestimmt, wie viel Material du abträgst und wie glatt die Oberfläche am Ende wird. Eine fundierte Schleifpapier Körnung Übersicht hilft dir, von Anfang an die richtigen Entscheidungen zu treffen und unnötige Arbeit zu vermeiden.

schleifpapier körnung übersicht – Schleifpapier Körnung Übersicht – Verschiedene Schleifpapiere mit unterschiedlichen Körnungen
Für jedes Projekt die passende Schleifpapier Körnung: von grob für starken Abtrag bis fein für den letzten Schliff.

Was bedeutet die Schleifpapier Körnung überhaupt?

Jedes Schleifpapier hat eine Nummer, oft mit einem „P“ davor, zum Beispiel P80 oder P220. Diese Zahl gibt die Körnung an. Ganz einfach: Je kleiner die Zahl, desto gröber ist das Schleifpapier. Es hat dann weniger Schleifkörner pro Quadratzentimeter, die aber größer sind und tiefer ins Material eindringen. Das Ergebnis ist ein schnellerer Materialabtrag, aber auch eine rauere Oberfläche.

Je höher die Zahl, desto feiner ist die Körnung. Hier sind mehr, kleinere Schleifkörner auf der Fläche verteilt. Sie tragen weniger Material ab, sorgen aber für eine immer glattere und feinere Oberfläche. Die Angabe der Körnung erfolgt nach der FEPA-Norm (Federation of European Producers of Abrasives), die eine europaweite Vergleichbarkeit sicherstellt.

Schleifpapier Körnungstabelle: Grob, Mittel, Fein – Was steckt dahinter?

Damit du die passende Schleifpapier Körnungstabelle für dein Projekt findest, teilen wir sie in drei Hauptbereiche ein:

Grobe Körnung (P12 – P80): Für den Grobschliff

Diese Körnungen sind deine erste Wahl, wenn es darum geht, viel Material schnell zu entfernen. Denk an alte Farbschichten, dicke Rostansätze oder Unebenheiten auf Holz oder Metall. Auch für das Formen von Kanten oder das Abschleifen von groben Sägeschnitten ist diese Stärke ideal.

  • P12 – P40: Extrem grob. Für sehr starken Materialabtrag, Entfernen von grobem Rost, dicken Lackschichten oder das Abschleifen von Hobelschlägen.
  • P60 – P80: Grob. Gut für den ersten Schliff von unbehandeltem Holz, das Entfernen alter Anstriche oder das Glätten von stark strukturierten Oberflächen.
Tipp: Trage beim Grobschliff immer eine Staubmaske und Schutzbrille. Es entsteht viel Staub, der deine Atemwege reizen kann.

Mittlere Körnung (P100 – P180): Der Zwischenschliff

Der Zwischenschliff ist der wichtigste Schritt, um von einer groben zu einer feinen Oberfläche zu gelangen. Hier entfernst du die Schleifspuren der gröberen Körnung und bereitest das Material für den Feinschliff vor. Für viele Projekte, die lackiert oder lasiert werden, ist ein sauberer Zwischenschliff entscheidend.

  • P100 – P120: Mittel. Entfernt die tiefsten Kratzer vom Grobschliff und glättet die Oberfläche merklich. Perfekt für den ersten Schliff von neuem Holz vor dem Grundieren.
  • P150 – P180: Mittel-Fein. Für den Feinschliff vor dem Beizen, Ölen oder Lackieren, wenn du eine leicht raue Oberfläche für bessere Haftung der Beschichtung benötigst.

Feine Körnung (P220 – P400+): Für den Feinschliff und Finish

Diese Körnungen sind für das Finish zuständig. Sie sorgen für eine seidig glatte Oberfläche und sind unerlässlich, wenn du ein makelloses Ergebnis möchtest, etwa bei Möbeln, die hochglänzend lackiert werden sollen, oder bei Holz, das nur geölt wird und sich angenehm anfühlen soll.

  • P220 – P240: Fein. Ideal für den letzten Schliff vor dem Lackieren, Streichen oder Ölen. Entfernt feine Fasern, die sich beim Zwischenschliff aufgestellt haben.
  • P280 – P320: Sehr fein. Für den Zwischenschliff zwischen Lackschichten, um Unebenheiten zu entfernen und die nächste Lackschicht vorzubereiten.
  • P360 – P400+: Extrem fein. Für Polierarbeiten, das Entfernen feinster Kratzer oder das Finish auf Hochglanzlackierungen.
Körnung Anwendung Materialabtrag
P12 – P40 Grober Vorschliff, Entrosten, dicke Lackschichten entfernen Sehr hoch
P60 – P80 Grobschliff von Holz, Glätten rauer Oberflächen Hoch
P100 – P120 Zwischenschliff, Vorbereitung für Grundierung Mittel
P150 – P180 Feiner Zwischenschliff vor dem Beizen/Ölen Mittel-Niedrig
P220 – P240 Feinschliff vor dem Lackieren/Streichen Niedrig
P280 – P320 Zwischenschliff von Lackschichten Sehr niedrig
P360 – P400+ Polieren, Finish für Hochglanz Minimal

Schleifpapier Körnung für verschiedene Materialien: Holz, Metall, Lack & Co.

Die Wahl der Körnung hängt stark vom Material ab, das du bearbeiten möchtest. Was bei Holz funktioniert, kann bei Metall das falsche Ergebnis liefern. Hier eine kurze Schleifpapier Körnung Übersicht für die gängigsten Materialien:

Holz richtig schleifen: Welche Körnung für welches Holzprojekt?

Holz ist ein vielseitiges Material, das je nach Projekt unterschiedliche Schleifvorgänge benötigt. Für den Grobschliff von unbehandeltem Holz oder das Entfernen alter Farbe startest du mit P60 bis P80. Wenn du das Holz vor dem Ölen oder Beizen vorbereitest, gehst du schrittweise bis P120 oder P150. Für eine besonders glatte Oberfläche vor dem Lackieren oder Wachsen sind P180 bis P220 ideal. Wichtig ist, immer in Faserrichtung zu schleifen, um unschöne Kratzer zu vermeiden. Mehr Tipps zum Holz bearbeiten findest du in unserer Anleitung zum Holz ölen.

Metall bearbeiten: Die passende Körnung für Rost und Glanz

Metall hat andere Anforderungen als Holz. Für das Entfernen von starkem Rost oder groben Unebenheiten an Metallteilen beginnst du mit P40 bis P80. Für eine saubere Oberfläche vor dem Lackieren oder Grundieren wählst du P120 bis P180. Möchtest du Metall polieren und auf Hochglanz bringen, sind sehr feine Körnungen ab P400 aufwärts und spezielles Polierzubehör nötig. Achte darauf, dass das Schleifpapier für Metall geeignet ist und nicht verklebt.

Lack und Spachtelmasse schleifen: So wird’s glatt

Beim Schleifen von Lack oder Spachtelmasse geht es meist darum, eine perfekt glatte Oberfläche für die nächste Schicht zu schaffen. Nach dem Auftragen von Spachtelmasse startest du mit P80 bis P120, um Unebenheiten zu beseitigen. Danach gehst du auf P180 bis P220, um die Oberfläche fein zu glätten. Zwischen zwei Lackschichten oder vor dem finalen Klarlack ist eine Körnung von P280 bis P400 ideal, um feine Staubeinschlüsse oder kleine Unebenheiten zu entfernen. Hier ist oft ein Nassschliff empfehlenswert, um die Schleifpapiere länger haltbar zu machen und Staub zu minimieren.

schleifpapier körnung übersicht – Schleifpapier richtig verwenden – Hand schleift Holz in Faserrichtung
Beim Holz schleifen immer in Faserrichtung arbeiten, um ein sauberes und kratzfreies Ergebnis zu erzielen.

Schleifpapier Arten: Mehr als nur Körnung

Neben der Körnung gibt es auch verschiedene Schleifmittel und Trägermaterialien, die das Schleifpapier für bestimmte Anwendungen besser geeignet machen. Die gängigsten Schleifmittel sind:

  • Korund (Aluminiumoxid): Das Standard-Schleifmittel, vielseitig einsetzbar für Holz, Metall und Kunststoff. Es ist robust und relativ günstig.
  • Edelkorund: Härter und schärfer als Korund, ideal für Hartholz, Metall und Lacke.
  • Siliziumkarbid: Sehr hart und scharfkantig, bricht bei Benutzung immer wieder neu und bildet scharfe Kanten. Perfekt für Lack, Stein, Glas und Kunststoffe. Oft beim Nassschliff verwendet.
  • Zirkonkorund: Besonders zäh und widerstandsfähig, ideal für Grobschliff von Metall und Hartholz, da es sich selbst schärft.

Auch das Trägermaterial spielt eine Rolle: Papier ist günstig und flexibel, aber nicht sehr reißfest. Gewebe (Leinen) ist robuster und haltbarer, gut für Maschinen. Schleifvlies ist flexibel und passt sich Konturen an, ideal für Zwischenschliffe und leichte Reinigungsarbeiten.

Schleifpapier richtig verwenden: Häufige Fehler vermeiden

Auch wenn es einfach aussieht, gibt es beim Schleifen ein paar Fallstricke, die du vermeiden solltest:

  • Falsche Reihenfolge: Nie direkt von einer sehr groben zu einer sehr feinen Körnung springen (z.B. von P80 auf P400). Die groben Kratzer der P80-Körnung bekommst du mit P400 nicht mehr weg. Immer schrittweise vorgehen!
  • Zu viel Druck: Mit zu viel Druck schleifst du das Material ungleichmäßig ab und erzeugst tiefe Riefen. Lasse das Schleifmittel die Arbeit machen. Eine Wasserwaage hilft dir, ebene Flächen zu prüfen.
  • Gegen die Faserrichtung: Besonders bei Holz ein No-Go. Das erzeugt unschöne Kratzer, die später durch Lack oder Öl noch stärker hervortreten. Immer mit der Faser schleifen.
  • Abgenutztes Schleifpapier: Stumpfes Schleifpapier schleift nicht mehr, sondern poliert nur noch und erzeugt Hitze. Wechsle es lieber einmal zu früh als zu spät.
  • Ungenügende Reinigung: Schleifstaub zwischen den Schleifgängen kann neue Kratzer verursachen. Sauge die Oberfläche gründlich ab oder wische sie feucht ab (wenn materialverträglich).

Was kostet gutes Schleifpapier?

Die Kosten für Schleifpapier variieren stark je nach Art, Qualität und Menge. Einfache Bögen für den Handschliff bekommst du schon für unter 1 Euro pro Stück. Hochwertiges Schleifpapier für Exzenterschleifer oder Schleifbänder, besonders mit speziellen Schleifmitteln wie Zirkonkorund, können 2 bis 5 Euro pro Blatt oder Band kosten. Sets mit verschiedenen Körnungen sind oft preiswerter und starten bei etwa 10 bis 20 Euro für eine Auswahl an gängigen Körnungen. Für ein größeres Projekt solltest du mit Materialkosten von 20 bis 50 Euro für diverses Schleifpapier rechnen, um alle nötigen Schritte abzudecken.

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FAQ zur Schleifpapier Körnung

Welche Schleifpapier Körnung für Holz?

Für Holz startest du bei groben Arbeiten (alte Farbe, Unebenheiten) mit P60-P80. Für den Zwischenschliff vor dem Beizen oder Ölen ist P120-P150 gut. Für eine glatte Oberfläche vor dem Lackieren oder Wachsen verwendest du P180-P220.

Kann man mit Schleifpapier Rost entfernen?

Ja, grobes Schleifpapier (P40-P80) eignet sich hervorragend, um Rost von Metall zu entfernen. Achte darauf, dass das Schleifpapier für Metall geeignet ist und wechsle es, sobald es sich zusetzt. Danach solltest du mit feineren Körnungen nachschleifen und gegebenenfalls Rostschutz auftragen.

Welche Körnung für den Zwischenschliff?

Für den Zwischenschliff wählst du in der Regel Körnungen zwischen P100 und P180. Diese entfernen die Spuren des Grobschliffs und bereiten die Oberfläche optimal für den Feinschliff oder die nächste Beschichtung vor.

Wie oft muss ich das Schleifpapier wechseln?

Wechsle Schleifpapier, sobald es stumpf wird, sich mit Material zusetzt oder Risse bekommt. Stumpfes Papier schleift nicht mehr effektiv und kann die Oberfläche beschädigen. Bei Holz merkst du es, wenn kaum noch Schleifstaub entsteht oder das Papier nur noch „poliert“.

Was bedeutet die P-Angabe auf Schleifpapier?

Das ‚P‘ vor der Zahl steht für die FEPA-Norm (Federation of European Producers of Abrasives), die die europaweite Standardisierung der Körnung sicherstellt. Die Zahl selbst gibt die Anzahl der Schleifkörner pro Quadratzoll an, wobei eine höhere Zahl eine feinere Körnung bedeutet.

Kann ich Schleifpapier nass verwenden?

Ja, spezielles Nassschleifpapier (oft mit Siliziumkarbid-Körnung) kann nass verwendet werden. Das kühlt die Oberfläche, bindet den Schleifstaub und sorgt für ein feineres Schleifbild, besonders bei Lacken, Kunststoffen und Metall. Achte auf die Kennzeichnung des Schleifpapiers.

Fazit

Die Schleifpapier Körnung Übersicht zeigt: Die richtige Körnung ist kein Hexenwerk, aber entscheidend für den Erfolg deines Projekts. Nimm dir die Zeit, die passende Körnung für jeden Arbeitsschritt zu wählen und arbeite dich immer von grob nach fein vor. So vermeidest du Frust und erzielst professionelle Ergebnisse, egal ob du Holz schleifst, Rost entfernst oder Lack vorbereitest. Eine gute Auswahl an Schleifpapier in verschiedenen Körnungen gehört in jede Heimwerker-Werkstatt.

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