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Das Wichtigste in Kuerze
- Starte mit kleinen Schritten: Schon selbstgemachte Putzmittel oder Kosmetik machen einen Unterschied.
- Reparieren statt neu kaufen: Viele Dinge lassen sich mit etwas Geschick instand setzen.
- Reduziere Plastikmüll: Bienenwachstücher ersetzen Frischhaltefolie, eigene Beutel beim Einkaufen.
- Achte auf Inhaltsstoffe: Viele konventionelle Produkte enthalten Mikroplastik und Chemikalien.
- Wissen teilen: Inspiriere Freunde und Familie zum nachhaltigen DIY-Leben.
Inhaltsverzeichnis
- Warum nachhaltig DIY leben?
- DIY-Putzmittel selber machen: Sauber und umweltfreundlich
- Natürliche Kosmetik DIY: Hautfreundlich und ohne Mikroplastik
- Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie: Lebensmittel frisch halten
- Reparieren statt wegwerfen: Dinge wiederbeleben
- Garten und Balkon nachhaltig gestalten: Grüner Daumen für die Umwelt
- Ressourcen sparen im Alltag: Weniger ist mehr
- Nachhaltig einkaufen und Müll reduzieren: Bewusster Konsum
- Fazit: Nachhaltig DIY leben
- FAQ zum Thema nachhaltig DIY leben
Dein Flur quillt über vor Schuhen? Du suchst nach Wegen, Müll zu reduzieren und gleichzeitig Geld zu sparen? Dann ist nachhaltig DIY leben genau das Richtige für dich. Es geht darum, Dinge selbst zu machen, zu reparieren und bewusst zu konsumieren. Damit entlastest du nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Warum nachhaltig DIY leben?
Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu leben, dass auch zukünftige Generationen gut leben können. Das umfasst Umweltschutz, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung. Wenn du dich für DIY-Projekte entscheidest, leistest du einen direkten Beitrag dazu. Du reduzierst deinen ökologischen Fußabdruck, indem du weniger neue Produkte kaufst, die oft lange Transportwege haben und in fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Du sparst Ressourcen und vermeidest Müll. Zudem gewinnst du an Unabhängigkeit und lernst neue Fähigkeiten.
DIY-Putzmittel selber machen: Sauber und umweltfreundlich
Viele gekaufte Putzmittel enthalten aggressive Chemikalien, Duftstoffe und sogar Mikroplastik, die Gewässer und Raumluft belasten können. Mit wenigen Hausmitteln stellst du effektive und umweltfreundliche Reiniger selbst her. Das spart nicht nur Müll, sondern auch Geld.
Allzweckreiniger
Mische Essig und Wasser zu gleichen Teilen in einer Sprühflasche. Gib ein paar Tropfen ätherisches Öl (z.B. Zitrone oder Lavendel) dazu. Fertig ist dein Allzweckreiniger für Oberflächen, Böden und mehr.
Badreiniger gegen Kalk
Kalkablagerungen im Bad bekämpfst du mit einer Mischung aus Essig oder Zitronensäure. Für die Dusche mischst du Essig und Zitronensäure im Verhältnis 1:2, lässt es kurz einwirken und spülst es ab. Auch Backpulver und Essig ergeben eine schäumende Paste für hartnäckigen Schmutz.
Fensterreiniger streifenfrei
Für streifenfreie Fenster nimmst du Wasser, Essig und etwas Bio-Ethanol. Eine ausgediente Nylonstrumpfhose hilft beim Reinigen ohne Kratzer.
Natürliche Kosmetik DIY: Hautfreundlich und ohne Mikroplastik
Auch in vielen Kosmetikprodukten stecken bedenkliche Inhaltsstoffe, darunter Mikroplastik, das über das Abwasser in die Umwelt gelangt. Mit DIY-Kosmetik hast du die Kontrolle über die Zutaten und schonst deine Haut und die Natur.
Deodorant selber machen
Ein einfaches Deo stellst du aus Kokosöl, Natron und Speisestärke her. Es neutralisiert Gerüche zuverlässig und kommt ohne Aluminiumsalze aus.
Lippenbalsam DIY
Für einen pflegenden Lippenbalsam schmilz Kokosöl, Sheabutter und Bienenwachs zusammen. Gib etwas Honig oder ätherisches Öl dazu, fülle es in kleine Tiegel und lass es fest werden.
Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie: Lebensmittel frisch halten
Frischhalte- und Alufolie sind Einwegprodukte, die viel Müll verursachen. Bienenwachstücher sind eine nachhaltige Alternative. Du kannst sie immer wieder verwenden und einfach selbst herstellen.
Anleitung Bienenwachstücher
Du brauchst Baumwollstoff, Bienenwachsgranulat, Backpapier und ein Bügeleisen. Lege den Stoff auf Backpapier, streue Wachsgranulat darauf und bedecke es mit einem weiteren Blatt Backpapier. Bügele darüber, bis das Wachs schmilzt und sich verteilt. Ziehe das obere Backpapier ab und lass das Tuch an der Luft trocknen. Fertig ist dein wiederverwendbares Bienenwachstuch.
Reparieren statt wegwerfen: Dinge wiederbeleben
Defekte Gegenstände landen oft zu schnell im Müll. Dabei lassen sich viele Dinge mit etwas Geschick reparieren. Das spart nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Ressourcen und vermeidet Elektroschrott und Sperrmüll.
Möbel reparieren und aufwerten
Ein wackeliger Stuhl, ein verkratzter Tisch oder ein abgenutztes Sofa? Oft genügen ein paar Schrauben, etwas Holzleim oder ein neuer Bezug, um Möbelstücke wieder fit zu machen. Schau mal auf easy-co.de vorbei, dort findest du Anleitungen zum Kratzer aus Holz entfernen oder Polster neu beziehen.
Kleidung flicken und upcyclen
Ein Loch in der Hose oder ein fehlender Knopf sind kein Grund für die Mülltonne. Lerne einfache Näh- und Stopftechniken. Aus alter Kleidung lassen sich zudem neue Dinge zaubern, zum Beispiel Stoffbeutel oder Haarbänder. Das ist echtes nachhaltig DIY leben.
Garten und Balkon nachhaltig gestalten: Grüner Daumen für die Umwelt
Auch im Grünen kannst du nachhaltig DIY leben. Ein naturnaher Garten oder Balkon fördert die Artenvielfalt und spart Ressourcen.
Insektenhotel selber bauen
Ein Insektenhotel bietet Wildbienen und anderen Nützlingen Unterschlupf. Du brauchst Holz, Bambusrohre, Schilf oder Lehm. Das ist ein einfaches Projekt, das der Natur hilft.
Regentonnen nutzen
Sammle Regenwasser für deine Pflanzen. Das spart wertvolles Trinkwasser, schont die Umwelt und reduziert deine Wasserkosten.
Ressourcen sparen im Alltag: Weniger ist mehr
Nachhaltig DIY leben geht über das Selbermachen hinaus. Es bedeutet auch, bewusst mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.
Strom und Wasser sparen
Schalte Licht aus, wenn du den Raum verlässt. Ziehe Stecker von Geräten, die du nicht nutzt. Nutze energieeffiziente Geräte. Dusche kürzer und dreh den Wasserhahn beim Zähneputzen zu. Solche kleinen Änderungen bewirken viel.
Heizenergie reduzieren
Lüfte richtig: Stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen. Dichte undichte Fenster und Türen ab. Senke die Raumtemperatur um ein Grad – das spart viel Heizenergie.
Nachhaltig einkaufen und Müll reduzieren: Bewusster Konsum
Dein Konsum hat einen großen Einfluss auf die Umwelt. Nachhaltig einzukaufen und Müll zu reduzieren, ist ein Kernstück vom nachhaltig DIY leben.
Unverpackt einkaufen
Nutze Unverpackt-Läden oder bringe eigene Beutel und Behälter zum Supermarkt mit. So vermeidest du unnötige Verpackungen, besonders Plastik.
Regionale und saisonale Produkte
Kaufe Lebensmittel, die in deiner Region wachsen und gerade Saison haben. Das reduziert Transportwege und unterstützt lokale Bauern. Achte auf Bio-Qualität.

Second Hand und Tauschen
Kleidung, Bücher, Möbel – vieles muss nicht neu gekauft werden. Flohmärkte, Second-Hand-Läden oder Tauschbörsen sind tolle Alternativen. Das spart Ressourcen und schont deinen Geldbeutel. Mehr dazu findest du auch unter Möbel Upcycling Ideen.
Fazit: Nachhaltig DIY leben
Nachhaltig DIY leben ist kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Es geht darum, bewusst zu handeln, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Mit einfachen DIY-Projekten, Reparaturen und einem umweltbewussten Konsum kannst du viel bewirken. Jeder kleine Schritt zählt. Fang noch heute an und gestalte dein Zuhause und deinen Alltag grüner.
Kostenlose Schritt-für-Schritt Anleitung als PDF
Alle wichtigen Schritte kompakt zusammengefasst – zum Ausdrucken und Mitnehmen in die Werkstatt.
Kostenlos · Du erhältst die PDF-Anleitung + gelegentlich neue Tipps per E-Mail.
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FAQ zum Thema nachhaltig DIY leben
Was bedeutet nachhaltig DIY leben genau?
Es bedeutet, Produkte des täglichen Bedarfs selbst herzustellen, Dinge zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen, und bewusst mit Ressourcen umzugehen. Ziel ist es, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und umweltfreundlicher zu leben.
Ist DIY immer günstiger als Kaufen?
Oft ja, besonders bei Putzmitteln oder Kosmetik. Die Grundzutaten sind meist preiswerter als fertige Produkte. Bei komplexeren Projekten können Anfangsinvestitionen für Werkzeug anfallen, die sich aber langfristig oft lohnen.
Wie fange ich am besten an?
Starte mit einfachen Projekten, die dich interessieren. Selbstgemachte Putzmittel oder ein eigenes Deo sind gute Anfänge. Sammle Erfahrungen und erweitere dann dein Repertoire. Auch das Reparieren eines defekten Gegenstandes ist ein guter Start.
Welche Vorteile hat es für die Umwelt?
Du reduzierst Müll, sparst Ressourcen wie Wasser und Energie, vermeidest schädliche Chemikalien und Mikroplastik. Dein CO2-Fußabdruck wird kleiner, und du förderst eine Kreislaufwirtschaft.
Wo finde ich zuverlässige Anleitungen?
Neben Websites wie easy-co.de gibt es viele Blogs, Bücher und Online-Kurse zu nachhaltigen DIY-Themen. Achte auf Quellen, die natürliche Inhaltsstoffe und umweltfreundliche Methoden betonen. Die Verbraucherzentrale und das Umweltbundesamt bieten ebenfalls Informationen zum nachhaltigen Konsum.



