Am 1. März 2026 rückt die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Dieses wichtige politische Ereignis wird die Weichen für die zukünftige Landespolitik stellen und bringt dabei einige Neuerungen mit sich, die das Wahlgeschehen maßgeblich beeinflussen werden. Von einem reformierten Wahlrecht bis hin zu neuen Spitzenkandidaten verspricht die Wahl, spannend zu werden.
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 findet am 8. März 2026 statt. Erstmals dürfen Wähler ab 16 Jahren teilnehmen und erhalten zwei Stimmen, ähnlich dem Bundestagswahlrecht. Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) treten als Spitzenkandidaten an, während aktuelle Umfragen ein enges Rennen zwischen Grünen und CDU prognostizieren.
Inhaltsverzeichnis
- Wahltermin und das reformierte Wahlrecht 2026
- Spitzenkandidaten und die politischen Akteure
- Aktuelle Umfragen und mögliche Koalitionen
- Bedeutung der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 und Kernthemen
- Die aktuelle Landesregierung Baden-Württemberg
- Häufige Fragen zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 (FAQ)
- Fazit: Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 als Wegweiser
Das Wichtigste in Kürze
- Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 findet am 8. März 2026 statt.
- Erstmals gilt ein reformiertes Wahlrecht mit Erst- und Zweitstimme sowie einem Wahlalter ab 16 Jahren.
- Winfried Kretschmann (Grüne), der amtierende Ministerpräsident, tritt nicht erneut an.
- Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) sind prominente Spitzenkandidaten.
- Aktuelle Umfragen (Stand Ende Februar 2026) zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen.
- Die derzeitige Regierung ist eine grün-schwarze Koalition unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
- Landeswahlleiterin ist Cornelia Nesch.
Wahltermin und das reformierte Wahlrecht 2026
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 ist für Sonntag, den 8. März 2026, terminiert. Dieser Termin wurde von der Landesregierung bereits am 8. April 2025 festgelegt. Die Wahlperiode des 17. Landtags endet regulär am 30. April 2026, sodass die Neuwahl fristgerecht stattfindet.
Eine der bedeutendsten Neuerungen bei dieser Landtagswahl ist die Einführung eines reformierten Wahlrechts. Erstmals können Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen abgeben, ähnlich dem System bei Bundestagswahlen. Die Erststimme dient der Wahl einer direkten Kandidatin oder eines Kandidaten im jeweiligen Wahlkreis. Die Zweitstimme hingegen entscheidet über die Landesliste einer Partei und somit über die proportionale Zusammensetzung des Landtags. Dieses System soll eine gerechtere Repräsentation der Parteien im Parlament gewährleisten.
Ein weiteres Novum ist die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Jugendliche ab diesem Alter sind somit erstmals berechtigt, an der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 teilzunehmen. Dies erweitert den Kreis der Wahlberechtigten erheblich und führt zu einer Rekordzahl von rund 7,7 Millionen Wahlberechtigten, darunter etwa 650.000 Erstwähler. Diese Änderungen stellen die Parteien vor die Aufgabe, ihre Kampagnen anzupassen und verstärkt jüngere Wählerschichten anzusprechen. Die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch ist für die organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Wahl zuständig und hat die Zulassung von 21 Parteien mit Landeslisten bekannt gegeben.
Spitzenkandidaten und die politischen Akteure
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 wird von einer Reihe bekannter Gesichter geprägt. Eine entscheidende Veränderung ist der Abschied von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), der nach drei Amtszeiten nicht erneut kandidiert. Dies öffnet das Feld für neue Anwärter auf das Amt des Regierungschefs.
Für Bündnis 90/Die Grünen tritt der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir als Spitzenkandidat an. Özdemir, ein prominenter Vertreter des Realoflügels, setzt in seinem Wahlkampf stark auf wirtschaftliche Themen und betont seine schwäbischen Wurzeln. Er wurde im Mai 2025 mit großer Mehrheit von seiner Partei nominiert. Sein Wechsel von der Bundes- in die Landespolitik wird als strategischer Schritt gesehen, um die grüne Führungsposition im Land zu sichern.
Die CDU schickt Manuel Hagel ins Rennen, der ebenfalls im Mai 2025 von seiner Partei zum Spitzenkandidaten gewählt wurde. Hagel gilt als Hoffnungsträger der Christdemokraten, die bei der letzten Wahl deutliche Verluste hinnehmen mussten. Für die SPD ist Andreas Stoch erneut der Spitzenkandidat. Die FDP wird von Dr. Hans-Ulrich Rülke in den Wahlkampf geführt. Bei der AfD führt Markus Frohnmaier die Partei als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten an, während Emil Sänze auf Platz eins der Landesliste steht. Auch Die Linke hat mit Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei ihre Spitzenkandidaturen benannt.
Aktuelle Umfragen und mögliche Koalitionen
Knapp eine Woche vor der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 deuten aktuelle Umfragen auf ein enges Rennen hin. Laut einem ZDF-Politbarometer Extra vom 27. Februar 2026 liegt die CDU mit 27 Prozent knapp vor den Grünen, die bei 25 Prozent liegen. Eine ähnliche Tendenz zeigte eine Infratest dimap-Umfrage, bei der die CDU 28 Prozent und die Grünen 27 Prozent erreichten.
Die AfD wird in diesen Umfragen bei etwa 18 bis 19 Prozent gesehen, während SPD und FDP jeweils zwischen 6 und 9 Prozent liegen. Auch Die Linke könnte mit etwa 5,5 bis 6 Prozent den Einzug in den Landtag schaffen. Es ist wichtig zu beachten, dass Wahlumfragen lediglich Momentaufnahmen darstellen und keine Prognosen für den Wahlausgang sind, zumal ein Drittel der Wählerinnen und Wähler noch unentschlossen sein soll.
Hinsichtlich der möglichen Koalitionen gilt eine Fortsetzung der aktuellen grün-schwarzen Regierung rechnerisch als wahrscheinlich. Auch eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP wurde bereits nach der letzten Wahl diskutiert, erreichte aber nicht die erforderliche Mehrheit. Die Präferenz für den Ministerpräsidenten zeigt laut ZDF-Politbarometer ein klares Bild: Cem Özdemir (Grüne) liegt mit 47 Prozent deutlich vor Manuel Hagel (CDU) mit 25 Prozent.
Bedeutung der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 und Kernthemen
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 ist nicht nur für das Bundesland selbst von großer Bedeutung, sondern hat auch Auswirkungen auf die Bundespolitik. Baden-Württemberg ist ein wirtschaftsstarkes Land und ein wichtiger Industriestandort. Die Entscheidungen, die hier getroffen werden, können Signalwirkung für ganz Deutschland haben.
Zentrale Themen, die den Wahlkampf prägen, sind vielfältig. Dazu gehören:
- Wirtschaft und Arbeitsplätze: Angesichts globaler Herausforderungen und des Strukturwandels in der Automobilindustrie sind Konzepte zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit entscheidend.
- Energie und Klimaschutz: Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft und die Förderung von Wasserstoff-Technologien stehen weit oben auf der Agenda.
- Bildung und Digitalisierung: Investitionen in Schulen, Hochschulen und die digitale Infrastruktur sind essenziell, um Baden-Württemberg zukunftsfähig zu machen.
- Wohnen und Infrastruktur: Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Ausbau einer modernen Verkehrsinfrastruktur sind Dauerbrenner in der Landespolitik.
- Migration und Integration: Umgang mit Flüchtlingsströmen und die Integration von Zuwanderern bleiben wichtige gesellschaftliche Debatten.
Die Parteien präsentieren ihre Lösungsansätze in ihren Wahlprogrammen. Beispielsweise setzen die Grünen in ihrem Wahlprogramm «Stabil in bewegten Zeiten» auf Themen wie Kommunen stärken durch Windkraft- und Solarparks. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv an der Gestaltung ihrer Heimat beteiligen möchten, ist das Verständnis dieser Themen und der Positionen der Parteien unerlässlich. Wer sich über die verschiedenen politischen Ansätze informieren möchte, kann beispielsweise den Wahl-O-Mat nutzen, der bereits online ist.
Die Landtagswahl bietet eine Gelegenheit, die Grundlagen für die Zukunft des Landes zu legen und Herausforderungen anzugehen. Ähnlich wie man beim Bau eines Hauses Dübel richtig setzen muss, um Stabilität zu gewährleisten, müssen auch in der Politik die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um nachhaltige Projekte zu realisieren. Nach der Wahl kann es notwendig sein, Löcher in der Wand zu reparieren, also entstandene Probleme anzugehen und das Land wieder auf Kurs zu bringen. Es geht darum, nachhaltige Entscheidungen für ein starkes Baden-Württemberg zu treffen.
Die aktuelle Landesregierung Baden-Württemberg
Die derzeitige Landesregierung von Baden-Württemberg ist das Kabinett Kretschmann III, eine grün-schwarze Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und der CDU. Diese Regierung wurde am 12. Mai 2021 nach der Landtagswahl 2021 gebildet und amtiert seitdem unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Grünen gingen aus der Wahl 2021 als stärkste Kraft hervor, während die CDU herbe Verluste verzeichnete und als Juniorpartner in die Koalition eintrat.
Der Koalitionsvertrag, der die Grundlage der Regierungsarbeit von 2021 bis 2026 bildet, trägt den Titel „Jetzt für Morgen. Der Erneuerungsvertrag für Baden-Württemberg“. Die Koalition hat sich in ihrer Amtszeit mit großen Herausforderungen wie der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine auseinandergesetzt. Stellvertretender Ministerpräsident ist Thomas Strobl (CDU), der auch das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Kommunen leitet.
Die Zusammensetzung des 17. Landtags nach der Wahl 2021 sah wie folgt aus:
| Partei | Stimmenanteil 2021 | Sitze 2021 |
|---|---|---|
| Bündnis 90/Die Grünen | 32,6 % | 58 |
| CDU | 24,1 % | 42 |
| SPD | 11,0 % | 19 |
| FDP | 10,5 % | 18 |
| AfD | 9,7 % | 17 |
| DIE LINKE | 3,6 % | 0 |
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Die Bundeswahlleiterin.
Die politische Landschaft Baden-Württembergs ist traditionell von einer hohen Kontinuität geprägt. Die CDU stellte über Jahrzehnte den Ministerpräsidenten, wurde aber 2011 erstmals von den Grünen abgelöst. Die bevorstehende Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 wird zeigen, ob sich diese Kontinuität fortsetzt oder ob sich neue politische Konstellationen ergeben.
Häufige Fragen zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 (FAQ)
- Wann findet die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 statt?
- Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist für den 8. März 2026 angesetzt.
- Wer darf bei der Landtagswahl 2026 wählen?
- Erstmals dürfen bei dieser Landtagswahl alle deutschen Staatsbürger ab 16 Jahren, die ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben, ihre Stimme abgeben.
- Was ist neu am Wahlrecht für die Landtagswahl 2026?
- Das Wahlrecht wurde reformiert. Wählerinnen und Wähler haben nun zwei Stimmen: eine Erststimme für einen Direktkandidaten im Wahlkreis und eine Zweitstimme für die Landesliste einer Partei.
- Wer sind die Spitzenkandidaten der großen Parteien für die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026?
- Die Grünen treten mit Cem Özdemir an, die CDU mit Manuel Hagel, die SPD mit Andreas Stoch und die FDP mit Dr. Hans-Ulrich Rülke.
- Wie sind die aktuellen Umfragen zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026?
- Laut Umfragen von Ende Februar 2026 liegt die CDU knapp vor den Grünen. Die AfD folgt mit deutlichem Abstand, während SPD und FDP um den Einzug in den Landtag kämpfen. Es wird ein enges Rennen erwartet.
- Wer ist die Landeswahlleiterin für Baden-Württemberg?
- Die Landeswahlleiterin in Baden-Württemberg ist Cornelia Nesch.
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Fazit: Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 als Wegweiser
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 am 8. März wird ein entscheidender Moment für das Bundesland sein. Mit einem reformierten Wahlrecht, einem gesenkten Wahlalter und einem neuen Ministerpräsidenten in Aussicht stehen wichtige Weichenstellungen an. Die Spannung ist hoch, das Rennen zwischen den großen Parteien eng, und die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, durch ihre Stimmabgabe aktiv an der Gestaltung der Zukunft Baden-Württembergs mitzuwirken. Die Ergebnisse dieser Wahl werden nicht nur die Landespolitik prägen, sondern können auch bundespolitische Signale aussenden.



