Du möchtest deinen eigenen Seifenspender selber machen und so für mehr Nachhaltigkeit im Bad sorgen? Das Upcycling von alten Flaschen und Gläsern ist eine einfache und kreative Lösung. Statt neue Plastikspender zu kaufen, verwandelst du vorhandene Behälter in individuelle Hingucker. Wir zeigen dir, wie du mit wenigen Handgriffen einen einzigartigen Seifenspender bastelst – ob aus Glas, Keramik oder alten Flaschen.

Seifenspender selber machen: Warum DIY sich lohnt
Einen Seifenspender selbst zu gestalten, hat viele Vorteile. Es ist mehr als nur ein Bastelprojekt; es ist eine bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit und Individualität in deinem Zuhause.
Nachhaltigkeit & Umweltfreundlichkeit
Der wohl wichtigste Grund ist der Umweltschutz. Jedes Jahr landen Millionen von Plastik-Seifenspendern im Müll. Indem du alte Flaschen oder Gläser wiederverwendest, reduzierst du aktiv Plastikabfall und leistest einen Beitrag zum Umweltschutz. Das Umweltbundesamt betont, wie wichtig es ist, Plastikmüll zu vermeiden und zu recyceln, um die Umwelt zu entlasten. Dein DIY Seifenspender ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch andere Upcycling-Projekte, wie das Upcycling von PET-Flaschen, tragen dazu bei.
Kostenersparnis
Ein neuer Seifenspender kann schnell ins Geld gehen, besonders wenn du Wert auf Design und Material legst. Bei einem DIY-Projekt fallen die größten Kosten weg, da du die Basis (Flasche oder Glas) schon besitzt. Du investierst lediglich in einen passenden Pumpaufsatz und eventuell in etwas Deko.
Individualität & Design
Ein selbstgemachter Seifenspender ist ein Unikat. Du kannst ihn genau an deinen Stil und deine Einrichtung anpassen. Ob minimalistisch, rustikal, bunt oder elegant – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So wird ein einfacher Gebrauchsgegenstand zu einem echten Statement-Stück. Lass dich auch von anderen Upcycling-Ideen inspirieren, um deinem Zuhause einen persönlichen Touch zu verleihen.
Das Wichtigste in Kuerze
- Nachhaltig: Reduziere Plastikmüll und nutze vorhandene Materialien.
- Individuell: Gestalte deinen Seifenspender passend zu deinem Stil.
- Einfach: Das Upcycling gelingt auch Anfängern in wenigen Schritten.
- Geringe Kosten: Nur der Pumpaufsatz muss meistens gekauft werden.
- Vielseitig: Geeignet für Flüssigseife, Spülmittel oder Lotion.
Inhaltsverzeichnis
- Seifenspender selber machen: Warum DIY sich lohnt
- Die Materialien: Was du für deinen DIY Seifenspender brauchst
- Schritt für Schritt: Seifenspender aus Glasflaschen bauen
- Keramik Seifenspender selber machen: Eine Herausforderung für Fortgeschrittene
- Häufige Fehler beim Seifenspender Upcycling vermeiden
- Kosten für einen DIY Seifenspender: Was du einplanen solltest
- Wann zum Profi? Grenzen des Seifenspender DIY
- FAQ zum Seifenspender selber machen
- Fazit
Die Materialien: Was du für deinen DIY Seifenspender brauchst
Bevor du mit dem Basteln deines Seifenspenders beginnst, sammelst du alle notwendigen Materialien. Das meiste hast du vielleicht schon zu Hause.
- Leere Flasche oder Glas: Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Beliebt sind alte Wein- oder Saftflaschen, Olivenölflaschen, Einmachgläser, aber auch robuste Keramikflaschen. Achte darauf, dass der Behälter sauber und unbeschädigt ist.
- Seifenspender Pumpaufsatz: Dies ist das Herzstück deines neuen Spenders. Pumpaufsätze gibt es in verschiedenen Materialien (Kunststoff, Edelstahl) und Gewindegrößen. Der Schlauch am Pumpkopf muss lang genug für deine Flasche sein, lässt sich aber meistens einfach kürzen.
- Werkzeug (optional): Eine Schere zum Kürzen des Schlauchs ist immer nützlich. Wenn du eine Keramikflasche verwenden möchtest, benötigst du einen speziellen Diamantbohrer und eine Bohrmaschine.
- Deko-Materialien (optional): Hier kannst du dich austoben. Ob wasserfeste Farbe, Etiketten, Bänder, Perlen oder Terrazzo-Effekt – gestalte deinen Spender ganz nach deinem Geschmack.
- Flüssigseife oder Lotion: Zum Befüllen deines fertigen Seifenspenders.
Schritt für Schritt: Seifenspender aus Glasflaschen bauen
Das Umfunktionieren einer Glasflasche zum Seifenspender ist die einfachste Variante und gelingt dir auch als Anfänger ohne Probleme.
- Flasche gründlich reinigen: Spüle die Flasche mehrmals mit heißem Wasser aus. Bei hartnäckigen Resten kannst du Spülmittel oder eine Flaschenbürste verwenden. Entferne alle Etiketten vollständig.
- Pumpaufsatz anpassen: Halte den Pumpaufsatz an die Flasche und überprüfe die Länge des Schlauchs. Dieser sollte bis kurz über den Boden der Flasche reichen, ohne aufzuliegen. Kürze den Schlauch bei Bedarf mit einer Schere.
- Optional: Flasche dekorieren: Jetzt kannst du kreativ werden. Bemal die Flasche mit Glasfarben, klebe ein schönes Etikett auf oder wickel Jutegarn herum. Achte darauf, dass die Deko wasserfest ist.
- Seife einfüllen: Fülle die gewünschte Flüssigseife oder Lotion in die vorbereitete Flasche.
- Pumpaufsatz befestigen: Schraube den Pumpaufsatz fest auf die Flasche. Achte darauf, dass er gerade sitzt und dicht abschließt.

Seifenspender aus alten Weinflaschen: Eleganter Look
Alte Weinflaschen eignen sich hervorragend für einen stilvollen Seifenspender. Durch ihre Form und oft dunkle Farbe wirken sie besonders edel. Um die Etiketten vollständig zu entfernen, weich die Flasche am besten über Nacht in warmem Wasser mit etwas Spülmittel ein. Für eine besonders glatte Oberfläche kannst du die Flasche auch mit feinem Schleifpapier bearbeiten oder eine Sandstrahl-Optik erzeugen (Anleitung dazu findest du online).
Marmeladenglas als Seifenspender: Rustikaler Charme für Anfänger
Für eine einfache und charmante Variante kannst du ein leeres Marmeladenglas verwenden. Diese Methode ist ideal für Anfänger, da die Gläser oft eine passende Öffnung haben. Eventuell benötigst du einen speziellen Deckel mit Loch für den Pumpaufsatz, falls der Pumpkopf nicht direkt auf das Glas passt. Diese Deckel gibt es oft im Bastelbedarf oder online zu kaufen. Ein selbstgemachter Seifenspender aus einem Marmeladenglas verleiht deiner Küche oder deinem Bad einen gemütlichen, rustikalen Touch.
Keramik Seifenspender selber machen: Eine Herausforderung für Fortgeschrittene
Einen Seifenspender aus Keramik zu bauen, erfordert etwas mehr Geschick und spezielles Werkzeug, da du ein Loch in das Material bohren musst. Dies ist eine tolle Option, wenn du eine schöne Keramikflasche hast, die du upcyceln möchtest.
- Vorbereitung: Wähle eine robuste Keramikflasche. Reinige sie gründlich.
- Bohrstelle markieren: Klebe ein Stück Kreppband auf die Stelle, wo das Loch entstehen soll. Das verhindert das Abrutschen des Bohrers und schützt die Oberfläche. Markiere die Mitte des Lochs auf dem Klebeband.
- Loch bohren: Verwende einen speziellen Diamantbohrer oder eine Diamantbohrkrone, die für Keramik oder Fliesen geeignet ist. Bohre mit einer Bohrmaschine im niedrigen Drehzahlbereich und ohne Schlagfunktion. Kühle die Bohrstelle und den Bohrer ständig mit Wasser, um Überhitzung und Materialbruch zu vermeiden. Setze den Bohrer leicht schräg an und führe ihn dann langsam senkrecht.
- Kanten glätten: Entgrate die Bohrlochkanten vorsichtig mit feinem Schleifpapier oder einem speziellen Diamantschleifpad, um scharfe Kanten zu entfernen und Verletzungen zu vermeiden.
- Pumpaufsatz befestigen: Setze den Pumpaufsatz ein. Bei Bedarf kannst du einen Silikonring oder etwas Sanitärsilikon verwenden, um eine perfekte Abdichtung zu gewährleisten.
Auch bei anderen Material-Restaurierungen, wie beim Emaille Restaurieren, ist die richtige Technik entscheidend.
Häufige Fehler beim Seifenspender Upcycling vermeiden
Damit dein DIY Seifenspender ein voller Erfolg wird, beachte diese häufigen Fehler und wie du sie umgehst:
- Falsche Gewindegröße: Nichts ist ärgerlicher als ein Pumpaufsatz, der nicht passt. Miss das Gewinde oder die Öffnung deiner Flasche genau aus, bevor du einen Pumpkopf kaufst.
- Schlauch zu lang oder zu kurz: Ist der Schlauch zu lang, knickt er am Boden ab und die Seife wird nicht richtig gefördert. Ist er zu kurz, bleiben Seifenreste zurück. Kürze ihn so, dass er den Boden fast berührt.
- Flasche nicht richtig gereinigt: Seifenreste oder Schmutz können die neue Seife verunreinigen oder den Pumpmechanismus verstopfen. Eine gründliche Reinigung ist essenziell.
- Undichte Stellen: Achte darauf, dass der Pumpaufsatz fest sitzt. Bei Flaschen ohne Gewinde, die mit Dichtungsringen oder Silikon befestigt werden, teste die Dichtigkeit vor dem Befüllen.
- Aggressive Seife mit ungeeigneten Materialien: Manche Seifen können Materialien angreifen (z.B. bestimmte Kunststoffe oder Metalle). Wähle Seifen, die für den Kontakt mit Glas, Keramik oder Edelstahl unbedenklich sind.
Generell gilt: Eine gute Vorbereitung und das Vermeiden von typischen DIY-Fehlern spart Zeit und Frust.
Kosten für einen DIY Seifenspender: Was du einplanen solltest
Die Kosten für deinen selbstgemachten Seifenspender sind überschaubar und liegen in der Regel deutlich unter denen eines gekauften Design-Spenders. Das meiste Material hast du oft schon zu Hause:
- Pumpaufsatz: Dies ist die größte Investition. Ein hochwertiger Pumpaufsatz aus Edelstahl kostet zwischen 5 und 15 Euro. Einfache Kunststoffvarianten sind günstiger, aber weniger langlebig.
- Flasche/Glas: Kostenlos, wenn du alte Behälter wiederverwendest.
- Deko-Materialien: Von wenigen Cent für ein schönes Etikett bis zu einigen Euro für spezielle Farben oder Accessoires. Hier kannst du das Budget selbst steuern.
- Werkzeug (optional): Wenn du einen Diamantbohrer für Keramik kaufen musst, plane etwa 10 bis 30 Euro ein. Oft kannst du solche Spezialwerkzeuge aber auch ausleihen.
Im Vergleich dazu kann ein neuer, gut designter Seifenspender aus Glas oder Keramik schnell 20 bis 40 Euro kosten. Dein DIY-Projekt ist also nicht nur nachhaltiger, sondern auch deutlich budgetfreundlicher.
Wann zum Profi? Grenzen des Seifenspender DIY
Die meisten DIY Seifenspender sind Projekte, die du problemlos selbst umsetzen kannst. Es gibt jedoch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, über den Kauf eines fertigen Spenders nachzudenken oder einen Fachmann zu Rate zu ziehen:
- Komplexe Materialien: Wenn du sehr empfindliche oder exotische Materialien verwenden möchtest, die spezielles Werkzeug oder Fachwissen erfordern (z.B. sehr dünnes Glas, bestimmte Steinarten).
- Keine Bohrmöglichkeit: Wenn du keine geeignete Bohrmaschine oder keinen Diamantbohrer besitzt und auch keine Möglichkeit hast, diese auszuleihen, wird das Bohren in Keramik zur Herausforderung.
- Zeit- und Arbeitsaufwand: Für sehr aufwendige Deko-Projekte oder wenn du einfach keine Zeit hast, ist ein fertiger Spender die schnellere Lösung.
- Perfektionismus: Wenn du ein absolut makelloses Ergebnis ohne sichtbare Übergänge oder minimale Unebenheiten wünschst, ist ein industriell gefertigtes Produkt oft präziser.
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FAQ zum Seifenspender selber machen
Welchen Pumpaufsatz brauche ich für meinen DIY Seifenspender?
Du benötigst einen Pumpaufsatz, dessen Gewinde zum Durchmesser deiner Flaschenöffnung passt. Ein häufiger Standard ist GL28 (28 mm Gewinde). Für Flaschen ohne Schraubgewinde gibt es Pumpköpfe mit speziellen Dichtungsringen, die in die Öffnung gesteckt werden.
Kann ich jede Flasche zum Seifenspender umfunktionieren?
Im Prinzip ja, solange die Flasche stabil ist, sich gut reinigen lässt und du einen passenden Pumpaufsatz findest. Glas- und Keramikflaschen sind besonders beliebt. Auch robuste Kunststoffflaschen eignen sich, sind aber weniger nachhaltig.
Wie reinige ich meinen selbstgemachten Seifenspender?
Spüle die Flasche regelmäßig mit warmem Wasser und etwas Spülmittel aus. Den Pumpkopf kannst du unter fließendem Wasser reinigen und dabei mehrmals pumpen, um Seifenreste aus dem Mechanismus zu entfernen. Bei Bedarf kannst du auch eine alte Zahnbürste verwenden.
Woher bekomme ich passende Pumpköpfe für Seifenspender?
Pumpköpfe findest du in gut sortierten Drogeriemärkten, Bastelläden, Haushaltswarengeschäften oder online. Achte auf die Gewindegröße oder die Angabe zur Flaschenöffnung, wenn du einen Pumpkopf mit Dichtungsring wählst. Zum Beispiel bietet Wenko Ersatzpumpköpfe für 28mm Gewinde an.
Ist ein DIY Seifenspender wirklich nachhaltiger?
Ja, absolut. Indem du vorhandene Flaschen wiederverwendest, reduzierst du den Bedarf an neuen Produkten und damit den Ressourcenverbrauch und die Müllproduktion. Du kannst den Spender immer wieder mit Nachfüllpackungen befüllen, was ebenfalls nachhaltiger ist als der Kauf von Einwegspendern.
Fazit
Einen Seifenspender selber zu machen, ist ein einfaches, kreatives und vor allem nachhaltiges Projekt. Ob aus einer alten Weinflasche, einem Marmeladenglas oder einem Keramikgefäß – du schaffst ein individuelles Unikat, das deinen persönlichen Stil widerspiegelt und gleichzeitig Plastikmüll reduziert. Mit den richtigen Materialien und ein paar Handgriffen gelingt dir dein Seifenspender DIY Projekt im Handumdrehen. Probier es aus und gib alten Dingen ein neues Leben!



